Moderatorin Franziska Reichenbacher und Produktionstechniker Uwe Tapken sitzen mit Mund-Nasen-Masken auf beiden Seiten eines kleinen Tisches mit drei geöffneten Laptops (zu sehen sind die Lotto-Grafik, das Kamerabild und ein Timecode) im Licht eines Scheinwerfers von hinten rechts.

Viele bisher normale Dinge sind in Zeiten der Corona-Pandemie nicht wie sonst umsetzbar, so auch die Präsentation der Lottozahlen im gewohnten Studio-Umfeld. Nach drei ausgefallenen Sendungen wollte die Redaktion mit dem Projekt "Lotto@home" den Zuschauer*innen ein Stück Gewohnheit zurückgeben. Wie das hinter den Kulissen funktioniert, erfahren Sie hier.

Aufgrund der im hr ausgerufenen Pandemie-Warnstufe ist derzeit eine gewöhnliche Studioproduktion nicht realisierbar; eine Alternative musste her. Die Lösung: die Ziehung der Lottozahlen als Live-Übertragung aus dem Zuhause von Lottofee Franziska Reichenbacher. "Da wir erst sehr langsam zu den normalen Abläufe zurückkehren können, setzen wir die Sendung zurzeit in einem #stayathome-Konzept um", erklärt Torsten Hoensch, zuständiger Sendungsredakteur. "Heißt: wir gehen zur Moderatorin nach Hause, um von dort den Zuschauerinnen und Zuschauern verlässlich und zur gewohnten Zeit, die Lotto-News zu präsentieren. Gleiche Inhalte, aber anderer Look."

Tonmann Dejan Kucan mit Mund-Nasen-Schutz stellt im Vordergrund sein Arbeitsgerät ein, im Hintergrund Franziska Reichenbacher am Tisch mit den Lotto-Grafiken auf dem Laptop.

Hygiene- und Abstandsregeln müssen beachtet werden

Die aktuelle Situation wird entsprechend in die Moderation eingebaut und den Zuschauer*innen Orientierung in der ungewohnten Situation gegeben. Statt im Fernsehstudio sitzt Moderatorin Franziska Reichenbacher in der "Home"-Version am Tisch in ihrem Wohnzimmer. Hier präsentiert sie die Gewinn-Zahlen über einen Laptop. Parallel dazu werden die Zahlen außerdem während der Liveübertragung am unteren Bildrand eingeblendet.

"Wir haben uns für die Umsetzung mit LiveU und IP-Regie entschieden. In dieser Kombination besteht das Produktionsteam aus drei Kollegen", sagt Torsten Hoensch. "So können wir die derzeit bestehenden Verhaltensregeln von zwei Metern Abstand und das Tragen des Mund-Nasen-Schutz jederzeit gewährleisten."

Kameramann Steffen Heyermann mit Mund-Nasen-Schutz hinzter checkt das Bild seiner Fernsehkamera mit ARD-Aufsteckmikro.

Kleines Team, starke Zusammenarbeit

Torsten Hoensch (mit Mund-Nasen-Maske) trägt eine Fernsehkamera mit ARD-Mikro auf der Schulter.

Ein Kameramann, ein Tonmann und ein Produktionstechniker, der die IP-Regie steuert, das ist alles, was es für die Produktion braucht. Auch der Aufbau und der Aufwand dafür sind im Vergleich zu anderen Produktionsarten mit weniger Aufwand verbunden. Die IP-Regie besteht aus einem Laptop und lässt sich problemlos in kurzer Zeit und an fast jedem Ort aufbauen. Über diese "Mini"-IP-Regie erfolgen dann die Einblendung von Grafiken, Videos, sowie die Zusammenführung aller TV-Signale (Bild, Ton und Grafik). Die Übertragung sämtlicher Kamerasignale (Ausgangsbild Kamera, Ausgangston Mischer) an die IP-Regie erfolgt per IP-Signal über ein LAN-Kabel. Der Sendeausgang wird mit einer LiveU-Einheit per Mobilfunk (LTE) ins Funkhaus geschickt, von wo aus das Signal und damit die "Lotto@home"-Sendung dann an alle Zuschauer*innen geht.

Produktionstechniker Uwe Tapken sitzt mit Mund-Nasen-Schutz an einem kleinen Tisch mit Laptop und diversen kleinen technischen Geräten und bedient die IP-Regie.