Singer-Songwriter Pohlmann

Das Music Discovery Project mit dem Singer-Songwriter Pohlmann können Sie heute um 20 Uhr im kostenlosen Livestream erleben. Welche Herausforderungen mit der virtuellen Inszenierung in diesem Jahr verbunden sind, erzählen Steffen Wagener (Motion Design), Benjamin Lücke (Kamera) und Matthias Hohn (Content Team Musik).

Steffen Wagener (Programm-Design): Als Motion Designer arbeiten wir mit einer Kombination aus Filmsequenzen und animierten grafischen Elementen und Bildebenen, die wir in die Regie einspielen und die einhergehen mit der Kamera- und Lichtgestaltung, die sich auf der Bühne zeigt. Auf diese Weise wird auch auch via Streaming ein überraschendes multimediales Liveerlebnis beim Zuschauer entstehen, was das Music Discovery Project bisher so einmalig gemacht hat.

Steffen Wagener (Programm-Design)

Wir werden die grafischen Ebenen in verschiedenen Transparenzen und auch farblich individuell für jedes Musikstück einbinden, sodass wir damit immer dem Metrum und der Stimmung der Künstler und des Orchesters folgen können. Deshalb haben wir verschiedene Varianten derselben Gestaltung "im Köcher", um dann live reagieren zu können.

Völlig neu ist dieses Jahr, dass wir die Animationen und Filmsequenzen direkt live in die Regie einspeisen. Normalerweise hatten wir bei früheren Konzerten immer Teile des Bühnenbildes grafisch bestückt. Diesmal arbeiten wir direkt mit Regie und Schnitt kreativ zusammen, was bei einem Livestreaming extrem spannend ist.

Weitere Informationen

Music Discovery Project 2021 im kostenlosen Livestream

Hier können Sie das Music Discovery Project am 11. März 2021 um 20 Uhr im Livestream erleben. Der Stream steht anschließend zum Abruf bereit.

Ende der weiteren Informationen
Benjamin Lücke (Kamera)

Benjamin Lücke (Kamera): Einer der schönsten Nebeneffekte der diesjährigen Umsetzung war die frühe Einbindung aller Gewerke. So konnten wir gemeinsam ein Gestaltungskonzept entwickeln, bei dem jedes Musikstück seinen eigenen Look haben soll. Das wird über die Schnittgeschwindigkeit, die Einstellungsgrößen, über Bildeffekte oder auch die Farbgebung realisiert. Da das Konzert ohne Zuschauer stattfindet, haben wir in diesem Jahr seitens der Kamera absolut freie Hand bezüglich der Bildgestaltung. So können wir besser die Sicht des Zuschauers einnehmen, Kranfahrten sind einfacher möglich, und die Kamerafrauen und -männer können näher an die Musiker*innen heran, sogar mit diesen interagieren. Wir freuen uns sehr darüber, an diesem Projekt mitwirken zu dürfen und sind gespannt auf die Resonanz!

Matthias Hohn (Content Team Musik)

Matthias Hohn (Content Team Musik): Die größte Herausforderung ist natürlich, dass wir in diesem Jahr kein Publikum haben. Wir können also nicht auf tanzende Zuschauer*innen schwenken, um die tolle Atmosphäre im Saal einzufangen. Also haben wir uns im Vorfeld mit allen Gewerken zusammengeschaltet und uns gefragt: Wie soll das Event aussehen am Bildschirm? Schnell kamen wir zu dem Schluss, wirklich jeden Titel individuell zu inszenieren. Man kann sich das so vorstellen, dass jedes Werk zu einem eigenen Musikclip wird - egal, ob mit Pohlmann, Pekka Kuusisto oder dem Orchester.

Ich bekomme also als Bildführer vom Regisseur nicht nur Anweisungen, welche Kamerabilder ich in welcher Reihenfolge zusammenschneiden soll, sondern gleichzeitig werden die Grafiken vom Motion-Design eingespielt. Zusätzlich arbeiten wir mit Stills aus Videos von Pohlmann und mit verschiedenen Bildeffekten wie dem Shutter-Effekt oder inszenieren manche Werke in schwarz/weiß. So entsteht jedes Mal eine neue Bildwelt, die sich künstlerisch an die Werke anpasst.