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zum Video Das Polizeipräsidium wird wieder aufgebaut: Drei Tage im Zeitraffer.

Dreharbeiten in der neuen Kulisse des Frankfurter Polizeipräsidiums

Beweismaterial, Lieblingstasse, Fotos vom Tatort: Alles kommt mit beim Umzug der "Tatort"-Kulisse des Frankfurter Polizeipräsidiums von Hauptkommissarin Anna Janneke und ihres Kollegen Paul Brix. Pünktlich zum Dreh müssen alle bekannten Requisiten wieder an Ort und Stelle sein. Eine große Herausforderung mit knappem Zeitplan.

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Schwere Holzdecke, Schreibtische voller Akten und die eine oder andere heiße Spur: Das Filmmotiv "Frankfurter Polizeipräsidium", das in keinem hr-"Tatort" fehlen darf, hat einen unverwechselbaren Charme. Hier laufen die Fäden zusammen, von hier aus machen sich Hauptkommissarin Anna Janneke und Hauptkommissar Paul Brix immer wieder auf Verbrecherjagd. Doch plötzlich brauchte das Zentrum der Ermittlungen und Dreharbeiten einen neuen Standort. Eine Herausforderung für das "Tatort"-Team:

Wolfram Koch und Margarita Broich in ihrem alten Büro im ehemaligen Neckermann-Gebäude.

"Da das ehemalige Neckermann-Gebäude verkauft wurde, mussten wir die Fläche schneller räumen als erwartet", erzählt Betina Schepp, die Leiterin der hr-Requisite. Aber wo auf die Schnelle einen ganzen Raum samt Inventar unterbringen? "Glücklicherweise war in unserem Lager in Nieder-Erlenbach eine Halle frei - ein echter Glücksfall."

Vom Lagerraum zum neuen Drehort

Doch warum das Mobiliar nur bis zum nächsten Dreh unterstellen und nicht gleich fest verbauen, um hier künftig alle Szenen zu drehen, die im Polizeipräsidium spielen? "Die entscheidende Frage war, ob eine herkömmliche Lagerhalle das Zeug zum Filmset hat. Ist sie drehtauglich? Reicht die Höhe aus, um die Beleuchtung unterzubringen? Wo können die Kameras stehen? Wenn es aufs Dach regnet, hört man das dann im Film? Es wurde alles geprüft - und alles hat gepasst!", erzählt Betina Schepp.

Einfahrt zum Gelände in Nieder-Erlenbach.

Umzug im Eiltempo

Dann musste es ganz schnell gehen. Möbel und Requisiten im Neckermann-Gebäude zusammenräumen: Drei Tage hat es gedauert, bis alles in Containern verstaut und auf LKW geschafft war. Zwischenzeitlich wurden in der Lagerhalle Wände und Decke eingezogen, der Boden verlegt. "Echte Teamarbeit", sagt Betina Schepp, "denn neben den Requisiteur*innen waren am Umzug auch Kolleg*innen aus den Teams der hr-Ateliers und -Veranstaltungstechnik beteiligt, darunter Szenenbau, Dekoration, Beleuchtung, Schlosser- und Schreinerei, Maler*innen und Veranstaltungsmeister*innen." Drei weitere Tage dauerte es danach, dann waren alle Requisiten am neuen Standort wieder aufgebaut und bereit, abgefilmt zu werden.

In der Halle wird gerade die Balkendecke montiert.

"Kamera ab" im neuen Polizeipräsidium

Schon seit Anfang September heißt es bereits wieder "Kamera läuft", denn die Dreharbeiten zum neuen hr-"Tatort" mit dem Arbeitstitel "Wer zögert, ist tot" sind längst gestartet. Das neue Polizeipräsidium wurde Anfang Oktober eingeweiht. Doch selbst den größten "Tatort"-Fans dürfte kaum auffallen, dass die Büro-Szenen künftig nicht mehr im ehemaligen Frankfurter Neckermann-Gebäude gedreht werden, sondern in einer Lagerhalle im beschaulichen Stadtteil Nieder-Erlenbach. Denn hier sieht alles aus wie gewohnt - allein die Aussicht auf die Frankfurter Skyline fehlt.

Margaritta Broich und Wolfgang Koch drehen den Tatort "Wer zögert, ist tot" in der neu aufgebauten Kulisse des Polizeipräsidiums.