Roberto Cappelluti
Bild © hr / Stephan Sperl

Am Pfingstmontag sendet das hr-fernsehen die 500. Sendung der beliebten Quizreihe "strassen stars". Seit nunmehr 15 Jahren lässt Roberto Cappelluti in jeder Ausgabe Menschen wie dich und mich, die er auf der Straße interviewt, von einem prominenten Rateteam einschätzen. Wir haben Roberto Cappelluti getroffen und ihm drei Fragen gestellt.

2018 war ein sehr erfolgreiches Jahre für die "strassen stars". Der Marktanteil stieg auf 10,1 Prozent. Wie erklären Sie sich den dauerhaften Erfolg der Sendung?

Roberto Cappelluti: Ich denke, da kommen mehrere Dinge zusammen. Jede Sendung ist durch die Stars auf der Straße einzigartig. Anders als bei anderen Quizsendungen, bei denen man vielleicht die Fragen irre interessant findet, sie aber am Ende der Sendung schon wieder vergessen hat, hinterlassen unsere "strassen stars" einen nachhaltigen Eindruck und machen jede Folge einzigartig. Ich denke auch, dass jeder unserer Zuschauer einen "strassen star" wiedererkennt, sei es, weil sein Metzger ähnlich ist oder sein Nachbar, Kollege, Familienangehöriger oder, oder, oder. Natürlich ist es auch wichtig, dass wir in ganz Hessen unterwegs sind und Menschen aus allen Regionen, Berufen, Altersklassen zeigen. Auch das Mitraten bei den Quizfragen und das Einschätzen unserer "strassen stars" ist ein ebenso wesentlicher Bestandteil. Dabei bleibt die Sendung schön auf dem Boden: es gibt nicht tausende Punkte und Euro zu gewinnen, sondern am Ende einfach nur einen Gewinner.

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Premiere vor 15 Jahren

Die erste Sendung von "strassen stars" lief am 27. Januar 2004 im hr-fernsehen. Im Rateteam der Premierensendung waren Annette Frier, Carsten van Ryssen  und Jörg Thadeusz.

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Bleibt noch das Rateteam, das wir aus einem festen Panel zusammensetzen, und das mit viel Fantasie und manchmal mit der Brechstange versucht, die "strassen stars" richtig einzuschätzen. Und das immer mit viel Spaß und Freude und ohne die strassen stars lächerlich zu machen. Sich zu blamieren übernimmt im Zweifel eben das Rateteam. Ich denke, die gute Stimmung im Studio und das Gefühl, dass wir alle Spaß haben kommt gut rüber.

Insgesamt haben Sie 1.500 Interviews mit Kandidaten in ganz Hessen geführt. Gab es einen "strassen star" oder eine Situation, die Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben ist?

Roberto Cappelluti: Oh, da sind eigentlich viele. In jeder Folge gibt es einen Bruch mit Vorurteilen oder Klischees. Ich erinnere mich gerne an die schon etwas ältere Dame aus Marburg. Sie war früher Hauswirtschaftslehrerin und machte einen eher strengen Eindruck. Ich hatte fast schon Angst, sie zu fragen, ob sie sich noch an alle Namen ihrer bisherigen Liebhaber erinnern kann. Ihre Antwort war umso überraschender: ohne mit der Wimper zu zucken, sagte sie mir, dass sie sich natürlich nicht erinnern kann. "Es war Fastnacht in den 60ern und er hieß Pino oder Pippo oder so". In der gleichen Sendung hat der "schräge Punk" mir auf die gleiche Frage geantwortet, dass er natürlich noch alle Namen weiß. "Es ist ja nur einer".

Wenn man regelmäßig die "strassen stars" schaut, dann denkt man am Ende gerne mal: "Oh, schon zu Ende." Gibt es Überlegungen, die Sendung auf 45 Minuten zu verlängern?

Roberto Cappelluti: Das haben wir sogar schon ausprobiert. Aber letztendlich hat uns die 30-Minuten Version immer besser gefallen. Ich finde es besser, wenn unsere Zuschauer sagen "Schade, das hätte ruhig weitergehen können" als wenn sie meinen, dass die Sendung zu lang war.

Die Jubiläumssendung läuft am Pfingstmontag, 10. Juni, um 21.45 Uhr im hr-fernsehen und ist ab sofort in der hr-Mediathek abrufbar.