hr-Serie „Kontaktlos“ mit Felina (Ariana Gansuh) und Max (Dominic Betz)

Kleines Team, kleines Budget, schnelle Umsetzung unter Corona-Bedingungen: Mit der neuen Science-Fiction-Miniserie "Kontaktlos" hat unser Mediatheks-Strategie-Team ein Experiment gewagt. "Kontaktlos" ist ab sofort in der ARD-Mediathek zu sehen. Vier Fragen an Redakteurin Janina Strothmann und Regisseur Marc Ermisch.

Gedreht wurde die sechsteilige Mini-Serie während der Corona-Hochzeit. Wir haben mit Regisseur und Drehbuchautor Marc Ermisch und Redakteurin Janina Strothmann über die herausfordernde hr-Eigenproduktion gesprochen.

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Kontaktlos
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Wie war es, unter Corona-Bedingungen zu drehen?

Marc Ermisch: "Auf der einen Seite sehr anstrengend, auf der anderen Seite sehr kreativ. Das kleine Team und all die Dinge, die nicht erlaubt waren, brachten eine besondere Verbundenheit und Kreativität zum Vorschein."
Janina Strothmann: "Corona zwang uns, sehr reduziert zu drehen und auch loslassen zu lernen. Ich durfte zum Beispiel nur an den Drehort, wenn einer aus dem Team ausfiel."

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Um was geht es?

Was wäre, wenn die Situation einer Virus-Pandemie nie enden würde? 2040 – in einer Welt, in der die Menschen aus Angst vor Viren lieber allein zu Hause leben, entscheidet die Samenbank XSperm über Leben oder Nicht-Leben. Eine Gruppe von Aktivist*innen will dieser Machenschaft ein Ende setzen.

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Was waren besondere Herausforderungen?

Marc Ermisch: "Die strengen Sicherheits- und Hygienekonzepte stellten das Team vor Herausforderungen. Die Größe des Teams wurde auf ein unverzichtbares Minimum reduziert. Das heißt, dass viele Dinge von den Beteiligten selbst gemacht werden mussten, da das Fachpersonal fehlte. So mussten sich die Schauspielerinnen und Schauspieler zum Beispiel selbst schminken."
Janina Strothmann: "Auch auf große 'Massenszenen', Außendrehs und körperliche Nähe bei Liebesszenen mussten wir komplett verzichten. Das verlangte dem gesamten Team ein hohes Maß an Kreativität ab."

Wie wichtig war der Teamspirit?

Marc Ermisch: "Da wir uns sehr wenig Zeit genommen haben – Ziel war es immer, bald zu veröffentlichen, um noch das Gefühl des Lockdowns mitnehmen zu können – konnte diese Serie nur gelingen, weil wir uns als Team komplett vertraut haben."
Janina Strothmann: "Jedes Gewerk konnte seine Qualitäten ausspielen. Und weil wir so klein waren, hat einfach jeder jedem geholfen."

Inwieweit stellt die Serie als Projekt ein Novum dar, welchen Schritt geht der hr damit?

Marc Ermisch: "Mit dieser Serie als Eigenproduktion, zeigt der hr, dass er in der Lage ist, schnell, unbürokratisch und unmittelbar auf aktuelles Zeitgeschehen künstlerisch zu reagieren. Und dabei einem jungen und kreativen Team die Möglichkeit zu geben, neue Formate zu entwickeln und so das Potential junger Filmemacher zu fördern. Es wurde ausschließlich auf hessische Kreative gesetzt."
Janina Strothmann: "Der hr wagt etwas Neues. Serien sind das Nonplusultra auf dem Streaming-Markt. Das Budget für die Serie war sehr gering. Nun wird es spannend sein, ob eine Low-Budget-Serie die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer nach guten Serien befriedigen kann."

Die sechs Folgen der Science-Fiction-Serie "Kontaktlos" sind ab heute in der ARD-Mediathek abrufbar. Mehr Informationen gibt es hier.