Kristin Gesang steht im virtuellen hessenschau-Studio. Neben ihr fehlt ein Bild, das eingeblendet werden soll.

Die Hauptausgabe der "hessenschau" ging am Donnerstagabend mit viereinhalb Minuten Verspätung auf Sendung. Ein defekter Speichercontroller hatte kurz vor der Sendung zu massiven technischen Problemen geführt. Dass die Zuschauer*innen am Ende doch noch eine fast normale "hessenschau" sahen, war eine tolle Teamleistung! 

Kurz vor 18:15 Uhr ging plötzlich gar nichts mehr. Auslöser – so weiß man jetzt – war der Ausfall des Speichercontrollers auf dem Server, auf dem alle Beiträge geschnitten und gespeichert werden. Kurz vor der Sendung werden um diese Zeit die meisten Beiträge der "hessenschau" für die Hauptausgabe sendefertig gemacht. Ob das möglich sein würde, wusste gestern niemand. Die IT reagiert sofort und setzt alles in Bewegung. Gegen 19 Uhr steht das System dann wieder zur Verfügung, Reporter*innen und Cutterei setzen alles daran, die Beiträge für die Sendung noch fertig zu bekommen. In der Newsregie fährt man zweigleisig. Man plant für den Notfall einen Ablauf mit den kürzeren Beiträgen aus der Nachmittagssendung der "hessenschau". Um den Kolleg*innen etwas Luft zu verschaffen, hilft die Redaktion von "Alle Wetter!“. Sie überbrücken viereinhalb Minuten.

Kristin Gesang und Martin Wirsing stehen im Studio der hessenschau.

Um 19:35 Uhr geht dann Kristin Gesang on Air, erklärt den Zuschauer*innen kurz die Situation und entschuldigt sich für die Verspätung und mögliche Einschränkungen in der Sendung. Am Ende ist von der ganzen Aufregung und Hochspannung von außen gar nicht so viel zu sehen: Nur ein Beitrag wird als Kurzfassung vom Nachmittag gesendet, einige Inserts fehlten und die ein oder andere Hintergrundgrafik war nicht an dem vorgesehenen Platz.   

Programmdirektorin Gabriele Holzner bedankte sich bei allen Beteiligten: "Toll, wie alle Gewerke im Haus hochprofessionell auf diese technische Panne reagiert und den Zuschauer*innen am Ende eine fast komplette 'hessenschau' angeboten haben. Danke an alle, die das ermöglicht haben. Wir haben durch Kristin Gesang, Martin Wirsing und Thomas Ranft zudem auf dem Schirm die Situation sympathisch erklärt."

Am Freitag wurde umgehend damit begonnen, nach den Ursachen des Ausfalls zu forschen. Die IT-Mitarbeitenden sind bereits mit dem Hersteller in Kontakt. Einen Hackerangriff, über den in den Medien spekuliert wurde, weil auch das ARD-Mittagsmagazin am Donnerstag von einem ähnlichen Ausfall betroffen war, kann ausgeschlossen werden.