Kameramann Tobias Winge
Kameramann Tobias Winge beim Dreh Bild © hr/Toni Müller

Draußen, im Studio, live oder am Set – Tobias Winge hat als Kameramann einen sehr vielseitigen Beruf, der aber auch jede Menge Herausforderungen mit sich bringt. Was er an seinem Beruf besonders schätzt, ist die Vielseitigkeit.

Ohne Menschen wie Tobias Winge gäbe es im Fernsehen nichts zu sehen. Gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen sorgt er dafür, dass Fernsehsendungen visuell festgehalten werden und dass die Fernsehbilder auf den Bildschirmen der Zuschauer landen.

Die Vielseitigkeit ist das, was Tobias Winge an seinem Beruf schätzt: "Man ist überall unterwegs, hat ständig neue Drehorte und wird in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt." So ist der Kameramann nicht immer nur für eine Sendung im Einsatz. Im sogenannten EB-Bereich arbeitet er mit unterschiedlichen aktuellen Redaktionen wie "Hessenschau" oder "Maintower" zusammen, in der nächsten Woche kann dann schon ein Dreh im Ausland, für ein Feature oder eine Dokumentation anstehen.

Dabei wechseln nicht nur die Formate, für die Tobias Winge dreht, sondern auch die Anforderungen. Bei einem Außendreh sind mitunter ganz andere Fähigkeiten gefragt als im Studio: "Die Bedienung der Studiopumpe zum Beispiel – das ist die Kamera, die hauptsächlich im Studio steht und auch hin- und herfahren kann – ist eine gewisse Trainingssache.", erklärt Winge. "Man muss sich aneignen, wie man sie benutzen muss, damit man weiß, wie man sie fährt wenn man auf Sendung ist."

Körperliche Fitness gehört dazu

Neben dem technischen Können gehört natürlich auch der Blick fürs gute Bild zum Job als Kameramann. Tobias Winge ist der erste, der entscheidet, was genau auf den Aufnahmen zu sehen ist. Das ist auch mit viel Verantwortung verbunden, denn nicht alles, was Winge dreht, geht vor der Ausstrahlung in den Schnitt. Bei Live-Produktionen landet sein Bild direkt auf den Bildschirmen der Zuschauer.

Besonders bei den Live-Drehs kann es auch schnell körperlich anstrengend werden, wenn beispielsweise ein Konzert ununterbrochen begleitet wird. Kamerafrauen und -männer sollten körperlich fit sein, um auch längere Drehs durchhalten zu können. Auch Tobias Winge hatte die rund elf Kilo schwere Kamera bei einem Konzert schon zwei Stunden auf der Schulter. "Aber wenn man unter Stress ist, merkt man das oft gar nicht", sagt Winge. "Erst im Nachhinein fällt einem dann auf, dass die Schulter doch ein wenig schmerzt."