Daniel Johé, Kristin Gesang und Andreas Hieke moderieren im Wechsel die "hessenschau".

Daniel Johé wird vom 4. Mai an die Hauptausgabe der "Hessenschau" um 19:30 Uhr moderieren. Er ergänzt das Moderationsteam um Kristin Gesang und Andreas Hieke. Drei Fragen an "den Neuen“ im Team.

Was verbindet Sie mit der "Hessenschau"? Welche ist Ihre erste Erinnerung an die Sendung?

Daniel Johé: Puh … mein "erstes Mal" "Hessenschau" gucken habe ich nicht bewusst in Erinnerung. Die "Hessenschau“ gibt es ja schon einige Jahrzehnte länger als mich. Sie lief sehr oft bei uns zu Hause, als ich noch ein Kind war. Immer erst "Hessenschau", dann "Tagesschau". Von daher werde ich wohl auch schon "Hessenschau" geschaut haben, als ich sie noch gar nicht verstanden habe. Woran ich noch eine klare Erinnerung habe: Dass der Sender damals "hessen3" hieß. Ich erinnere mich noch gut an das damals bunte Logo in der Ecke des Fernsehers und, na klar, an Holger Weinert als Moderator. Außerdem habe ich als Student mal an einer Führung durch den Hessischen Rundfunk teilgenommen und war bei einer "Hessenschau"-Sendung live dabei. Hinterher konnten wir Moderator Sascha Hingst ein paar Fragen stellen. Dass ich selbst einmal die "Hessenschau" moderieren würde, wäre mir damals nicht in den Sinn gekommen. Auch nicht, dass ich einmal "Die Ratgeber" moderieren würde, die heute, wie ich gelernt habe, aus dem damaligen "Hessenschau"-Studio senden. Woran ich mich von diesem Besuch noch erinnere: Dass Sascha Hingst gefragt wurde, wie er denn "so spät abends" noch hellwach sein könne beim Moderieren. Er sagte, er trinke vor der Sendung manchmal noch einen Kaffee, um die Spannung zu halten. Daran muss ich noch heute oft denken, wenn ich selbst kurz vor Sendungen einen Kaffee trinke.

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Daniel Johé

Geboren wurde der 38-Jährige in Darmstadt, aufgewachsen ist er in Groß-Umstadt. Er studierte in Frankfurt Englisch sowie Politik und Wirtschaft, machte anschließend zahlreiche Praktika bei kommerziellen und öffentlich-rechtlichen Sendern, u.a. bei RTL Hessen, und "Maintower" im hr. Danach arbeitet er mehrere Jahre für YOU FM als Reporter, es folgte ein Volontariat beim MDR und die Arbeit als TV-Reporter, Redakteur und Moderator des "Sachenspiegel" in Leipzig. Im hr-fernsehen präsentiert er seit 2019 "Die Ratgeber".

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Sie haben bereits ein Regionalmagazin, den "Sachsenspiegel" moderiert. Was unterscheidet die Hessen und die Sachsen? Was haben sie gemeinsam?

Daniel Johé

Daniel Johé: Wenn man in beiden Bundesländern lange gelebt hat, fällt es schwer, etwas über die Sachsen und die Hessen zu sagen. Denn es bleiben Klischees. Und die Realität ist bunter. Was viele Hessen und Sachsen definitiv gemeinsam haben, ist, dass sie ihren eigenen Dialekt ziemlich mögen, ihn teilweise voller Stolz pflegen – ganz egal, was die anderen sagen. Beide Dialekte haben übrigens gemeinsam, dass man sie nur schwer nachahmen kann. Möchtegern-Hessisch-Schwätzer klingen meist wie Schwaben, musste ich feststellen. Und ich selbst kann bis heute mit meinem Pseudo-Sächsisch nur Nicht-Sachsen erheitern. Im Gegenteil: Ich habe in Sachsen sogar Hochdeutsch gelernt! Kein Witz! Will sagen: Meinen hessischen Einschlag habe ich dort größtenteils abgelegt. Jetzt gerade stelle ich fest, dass er in manchen Situationen wieder zurückkommt. Und zum Schluss fällt mir noch eine Gemeinsamkeit ein: Viele Sachsen und viele Hessen wissen gar nicht, wie schön das jeweils andere Bundesland ist. Kaum ein Hesse kennt zum Beispiel die wunderschönen Seen südlich von Leipzig. Und vielen Sachsen muss ich erst mal erklären, dass Frankfurt sehr lebenswert ist.

In Corona-Zeiten ist vieles anders. Veranstaltungen werden abgesagt, die Nähe zu den Zuschauer*innen ist nur bedingt möglich. Auf was in der Nach-Corona-Zeit freuien Sie sich am meisten?

Daniel Johé: Am meisten freue ich mich darauf, wieder ganz normal die Redaktion zu betreten und Freunde und Familie zu treffen. Direkt gefolgt von: Schwimmen! Darauf freue ich mich extrem. Ich liebe es zu schwimmen, es war vor Corona das Sport-Hobby von mir. Dieses Gefühl von Wasser um einen herum und die Entspannung nach dem Sport – ich hätte nicht gedacht, dass ich das mal so vermissen würde. Ja, und apropos kühl und nass: Ich freue mich – wie sicher hunderttausend Hessen mit mir – auf einen erfrischenden Äppler in geselliger Runde. Und ich schaue einer Zeit entgegen, in der es wieder einen Hessentag gibt, auf dem ich mich mit Zuschauerinnen und Zuschauern unterhalten kann.