Am 11. November 2020 haben wir in hr-iNFO einen Radiobeitrag über verschiedene Arten von Corona-Tests ausgestrahlt. Darin haben wir unter anderem berichtet, dass für so genannte PCR-Schnelltests eine Blutprobe notwendig sei. Tatsächlich wird für den Test bei den Patient*innen aber ein Abstrich aus dem Mund-Rachen-Raum genommen. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen.

Aktuell gibt es vier zentrale Testverfahren:

· PCR-Tests dienen dem direkten Nachweis einer aktuellen SARS-CoV-2-Infektion. Dazu werden Abstriche aus dem Mund-Rachen-Raum entnommen und in Laboren analysiert. Gesucht wird nach Virus-Erbgut.
· PCR-Schnelltests nutzen die Analyse-Methode der PCR-Tests in vereinfachter Form. Sie müssen nicht unbedingt in Laboren ausgewertet werden, sind aber auch ungenauer.
· Antigen-Schnelltests können das Virus ebenfalls direkt nachweisen. Sie suchen nach Protein-Fragmenten des Virus. Damit sie aussagekräftig sind, müssen aber bestimmte Kriterien erfüllt sein, z. B. die korrekte Entnahme von Abstrichproben. Daher sollten sie nur von Ärzten gemacht werden.
· Antikörpertests sollen vor allem eine abgelaufene Infektion nachweisen. Dann hat der Körper bereits so genannte Antikörper gegen den Erreger gebildet. Nach ihnen wird im Blut gesucht. Die Tests sagen aber nichts darüber aus, ob die untersuchte Person noch infektiös ist, wie lange die Infektion zurück liegt oder ob ein ausreichender Immunschutz gegen eine neuerliche Infektion vorliegt. Über Antikörpertests ließe sich herausfinden, wie viele Menschen in der Bevölkerung die Infektion schon durchgemacht haben.