Heiko Schneider
Regionalreporter Heiko Schneider Bild © privat

Seit 2015 ist Heiko Schneider Regionalreporter im Main-Kinzig-Kreis. Im Interview erzählt der gebürtige Hanauer, was er an seiner Heimat schätzt.

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Telefon: +49 (0)6181 300 58 81
E-Mail: Heiko.Schneider@hr.de
sowie Hanau@hr.de

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hr.de: Warum ausgerechnet Hanau?

Heiko Schneider: Ich bin gebürtiger Hanauer, bin hier aufgewachsen. Von daher kehre ich jetzt zurück zu meinen Wurzeln. Meine Eltern leben hier, einige meiner Schulfreunde auch. Ich spiele in meiner Freizeit in einem Hanauer Verein Fußball. Durch das alles ist die Verbindung zu Hanau nie abgerissen. Ich kenne Hanau und den Main-Kinzig-Kreis also sehr gut. Als sich die Gelegenheit ergeben hat, hier als Korrespondent zu berichten, musste ich einfach zugreifen. Das hat einfach gepasst!

Was ist das Besondere an Ihrem Berichterstattungsgebiet?

Der Main-Kinzig-Kreis ist der mit Abstand bevölkerungsreichste Kreis Hessens. Das heißt: Es gibt viele Menschen, die viele Geschichten zu erzählen haben. Und die sind so unterschiedlich wie der Kreis selbst. Der Westen ist geprägt von der Nachbarschaft zu Frankfurt. Mit Hanau und Maintal liegen hier die größten Städte des Kreises. Wenn man von Hanau aus auf der A66 entlang der Kinzig Richtung Osten fährt, merkt man schnell, dass die Gegend immer ländlicher wird, und man ist ganz schnell im Kinzigtal: links der Vogelsberg, rechts der Spessart. Das finde ich toll, diese Mischung: einerseits städtisch leben zu können, andererseits ganz nah am Grünen.

An den Brüdern Grimm kommen Sie in Hanau vermutlich nicht vorbei?

Ich war schon als Kind regelmäßig bei den Hanauer Grimm-Festspielen. Die Brüder Grimm spielen eine wichtige Rolle im Main-Kinzig-Kreis. Hier in Hanau wurden sie geboren, in Steinau haben sie ihre Jugend verbracht. Die Menschen hier sind stolz auf sie. Hier gibt es übrigens auch einen Grimm-Sekt und eine Grimm-Torte.

Welche Themen beschäftigen die Menschen in und um Hanau noch?

In Hanau wurde die Innenstadt in den vergangenen Jahren für knapp 600 Millionen Euro umgebaut. Wenn ich zurückdenke, wie es hier in meiner Kindheit aussah – nicht wiederzuerkennen! Das alles wurde gemacht, damit Hanau nicht den Anschluss an Frankfurt verliert. Genau das droht nämlich den Städten und Gemeinden im Osten. Da macht sich der demografische Wandel bemerkbar. Ich bin gespannt, wie sich das in Zukunft auswirken wird. Dann bin ich auch gespannt auf die Nordmainische S-Bahn. Über die wird schon seit Jahren diskutiert. Mittlerweile wurde schließlich beschlossen, dass mit dem Bau 2019 begonnen werden könnte. Außerdem ist natürlich interessant, wie im ganzen Land, interessant, wie sich die Flüchtlingssituation entwickelt. Im Main-Kinzig-Kreis wurde versucht, Flüchtlinge von Anfang an nicht in Turnhallen oder anderen Massenunterkünften unterzubringen. Vermutlich auch deshalb gab es hier bisher noch keine größeren Zwischenfälle. Hoffentlich bleibt es so.

Wenn Sie gerade nicht arbeiten, dann ...

Heiko Schneider: ... spiele ich gerne Fußball. Sport ist wichtig für mich, um abzuschalten und den Kopf frei zu kriegen. Zur Not tun es auch ein paar Bahnen im Schwimmbad oder Klettern in der Boulderhalle. Danach genieße ich dann gerne ein Stück Grimm-Torte.

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Lebenslauf

Heiko Schneider wurde 1988 in Hanau geboren und studierte Sport und Sportwissenschaft in Mainz. Vor dem Studium schrieb er als freier Mitarbeiter für die Offenbach-Post, später arbeitete er dann auch als Videoreporter. Er absolvierte Praktika, unter anderem beim hr und dem SWR, arbeitete bei den Offenbacher Kickers in der Presseabteilung, drehte als VJ für EinsPlus und arbeitete beim ZDF.

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