Sinaida Thiel, Beauftragte für Diversity in der Goldhalle

Der hr engagiert sich für eine tolerante und vielfältige Gesellschaft und möchte Menschen mit verschiedensten Lebensentwürfen für sich gewinnen – als Mitarbeiter*innen, im Programm und in seinem Publikum. Beauftragte für Diversity ist Sinaida Thiel.

Vielfalt und Verschiedenheit bereichern den hr als Unternehmen in seiner Belegschaft und in seinen Programmangeboten. "Mit einer vielfältigen, mit einer diversen Mitarbeiterschaft können wir auch vielfältige Menschen in Hessen über unsere Angebote auf den unterschiedlichen Ausspielwegen erreichen. Wir können Blickwinkel und Positionen einnehmen, die unsere Programmangebote authentischer und nahbarer machen", sagt Intendant Manfred Krupp. "Ich glaube fest daran, dass auch unser digitaler Wandel sich mit mehr Diversität bei den Mitarbeiter*innen erfolgreicher gestalten lässt." Als Unternehmen sieht der hr in der Verschiedenheit seiner Mitarbeiter*innen soziale und strategische Chancen: durch Toleranz und dem gemeinsamen Willen für ein faires Miteinander und gerechte Chancen für alle – unabhängig von Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung, ethnische Herkunft, Religion oder Weltanschauung, dem Vorhandensein einer Behinderung oder auch Faktoren wie Familienstand und Elternschaft.

Verschiedenste Biografien und Perspektiven bereichern den hr

Diversität ist Teil der Unternehmenskultur und ein Unternehmensziel des Hessischen Rundfunks. Diversity-Beauftragte des hr ist Sinaida Thiel, die sich zugleich um Gleichstellung kümmert. Gemeinsam mit einem Team aus Kolleg*innen der Personalentwicklung und des Programms implementiert sie ein Diversity-Management im hr. "Als öffentlich-rechtliches Medienhaus haben wir das Gemeinwohl im Blick und sehen Diversität als Verpflichtung und Herausforderung an – und vor allem als einen enormen Reichtum, der vielfältige Lebensbiografien anerkennt und wertschätzend in die Unternehmensentwicklung einbezieht", sagt Sinaida Thiel.

2019 hat der hr die Arbeitgeberinitiative "Charta der Vielfalt" unterzeichnet. In dieser Selbstverpflichtung, 2006 unter Schirmherrschaft der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration gegründet, setzen sich inzwischen 3.800 Unternehmen und Institutionen für ein wertschätzendes und vorurteilsfreies Arbeitsumfeld ein. Auch der hr. Der Sender hat sich in vielen Bereichen auf den Weg gemacht:

Lebenswirklichkeit und Selbstverständlichkeit

Vielfalt ist Lebenswirklichkeit und Selbstverständnis für die Mitarbeitenden des hr wie für sein Publikum. Über ein Drittel aller Menschen in Hessen haben einen Migrationshintergrund. Diversität findet im hr – mit seinem Funkhaus angesiedelt in der multikulturellen Metropolregion Frankfurt – selbstverständlich im Programm sowie vor und hinter der Kamera statt: als Moderator*innen im Hörfunk, bei Ratgebersendungen oder der reichweitenstarken "Hessenschau" im hr-fernsehen ebenso wie als Reporter*innen, Redakteur*innen und in vielen weiteren programmgestaltenden Positionen. Mitarbeiter*innen mit verschiedensten Biografien bereichern das Programm und geben diversen Stimmen Raum. Ein Leitgedanke dabei: Geschichten leben davon, wer sie erzählt. YOU FM, das junge Radioangebot des hr, hat Diversity als "Purpose", als Leitidee für sein Programm erklärt und setzt dies unter anderem mit seiner "Good Morning"-Show mit diversen Moderatoren erfolgreich um.

Bei der Ausschreibung seiner Volontariate hat der hr jüngst gezielt um diverse Kandidat*innen geworben, sie mit einem Spot mit diversen Protagonist*innen angesprochen und ein komplett verändertes Bewerbungsverfahren angewandt. Die neuen Volontär*innen 2021 sind so vielfältig wie die Lebenswelten.

Mit seiner Personalpolitik möchte der hr Diversität weiter fördern. Dafür beteiligt sich das Unternehmen an der Initiative "Klischeefrei", die sich für eine Berufswahl frei von Klischees einsetzt, damit sich nicht nur die Beschäftigten entgegen jeder Stereotypen entfalten können. Die Berufswahl setzt schon viel früher an und auch dazu möchte der hr seinen gesellschaftlichen Beitag leisten.

Gendergerechte Sprache im Unternehmen und im Programm

Der hr setzt sich für eine faire Sprache ein, die alle einschließt: Männer, Frauen und nicht-binäre Menschen. Seit einem 2019 gefasste Beschluss der Geschäftsleitung wird im hr in allen Bereichen auf eine gendersensible, inklusive Sprache geachtet. Im Januar 2021 hat die Geschäftsleitung dies auch auf die Programme ausgeweitet. Wer im hr moderiert oder journalistische Beiträge erstellt, achtet darauf, alle Menschen zu zeigen, alle mitzudenken und alle anzusprechen.  

Diversität umfasst auch Menschen mit Behinderung: Rund 360 Menschen mit Behinderung arbeiten im hr – weit mehr als die gesetzlich vorgeschriebene Quote von fünf Prozent vorsieht. Die Geschäftsführung hat 2015 eine Inklusionsvereinbarung erarbeitet, bereits 2000 wurde der Hessische Rundfunk vom Sozialverband VdK als "Barrierefreier Betrieb" zertifiziert.

Flagge zeigen für Toleranz und Vielfalt

Andreas Gehrke, Studioleiter in Kassel, hisst die Flagge der "Charta der Vielfalt"

Als Zeichen für Toleranz und Vielfalt hat sich der hr 2020 erstmalig am weltweiten Diversity-Day beteiligt. Auch am Diversity-Tag am 18. Mai 2021 weht die Flagge der "Charta der Vielfalt" vor dem Frankfurter Funkhaus und dem Studio Kassel. Schwerpunkte im Programm des Hessischen Rundfunks und in der ARD bestärken das Engagement für eine tolerante, bunte und alle bereichernde Gesellschaft.

Kontakt:
Hessischer Rundfunk
Diversity-Beauftragte
Sinaida Thiel
Bertramstraße 8
D-60320 Frankfurt
Telefon: +49 (0)69 155 2888
E-Mail: diversity@hr.de