Manfred Krupp steht im Anzug vor seinem Schreibtisch

Zusammen mit allen Landesrundfunkanstalten der ARD wird der hr gemeinsam mit dem ZDF und dem Deutschlandradio das Bundesverfassungsgericht anrufen. Das ist notwendig, weil Sachsen-Anhalt die Erhöhung des Rundfunkbeitrags um 86 Cent blockiert. hr-Intendant Manfred Krupp erklärt den Schritt.

Wie zu jeder Beitragsperiode wurde der Bedarf der Rundfunkanstalten von der unabhängigen Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) ermittelt und eine Anpassung des Rundfunkbeitrags um 86 Cent empfohlen.

Da der Landtag von Sachsen-Anhalt nun wohl nicht über die Beitragsanpassung von 17,50 Euro auf 18,36 Euro bis zum 31.12.2020 abstimmen wird, ist ist die bedarfsgerechte Finanzierung des hr sowie aller öffentlich-rechtlichen Sender ab 2021 nicht mehr gesichert.

Manfred Krupp: "Wir bedauern sehr, dass sich nun das Bundesverfassungsgericht mit den KEF-Empfehlungen befassen muss. Der drohende tiefe finanzielle Einschnitt würde zu schmerzhaften Kürzungen im Programm führen. Der hr ist sehr im Leben der Menschen in Hessen verankert. Gerade in Zeiten einer Pandemie erkennen sie Bedeutung und Qualität eines öffentlich-rechtlichen Rundfunks. In Hessen erreichen wir mit unseren Angeboten, allem voran mit unserer ‘hessenschau‘, medienübergreifend so viele Menschen wie selten zuvor. Dazu ist es unerlässlich, dass wir den hr weiter multimedial modern aufstellen. Und dafür braucht es die von der KEF empfohlene Finanzierung."

Ohne die von der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) empfohlene Beitragsanpassung muss der hr mit einem Fehlbetrag von rund 15,6 Millionen Euro jährlich planen.

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