Mauerbau durch Berlin in den 60ern
Mauerbau in Berlin in den 1960er Jahren Bild © picture-alliance/dpa

In diesen beiden Wochen befasst sich "Wissen und mehr" im hr-fernsehen mit der Zeit, als es noch zwei deutsche Staaten gab, die DDR und die BRD: das Leben im geteilten Berlin, ein Rückblick auf die Grenze, die Stasi und das Schicksal ihrer Häftlinge.

Mauerjahre: Leben im geteilten Berlin

Die Sendereihe dokumentiert den Alltag der Menschen in Berlin - Ost und West - von den Monaten vor dem Mauerbau 1961 bis zur Wiedervereinigung Deutschlands 1990. Sie erzählt, was damals bewegte. "Mauerjahre" ist eine Berlin-Chronik im Nachrichtenformat - kompakt, informativ und unterhaltsam. Zeitzeugen aus beiden Teilen schildern ihre "Mauerjahre" - Episoden aus dem Leben im gespaltenen Berlin.

Keines der "Mauerjahre" gleicht dem anderen. 1961 der Schock der Teilung, 1967 Studentenunruhen, 1973 die Weltfestspiele, 1989 die Maueröffnung - all diese Ereignisse prägten das Leben in der Stadt. Mauertote und Militäraufmärsche, David Bowie und Wolf Biermann, John F. Kennedy und Nikita Chruschtschow - zahllose Ereignisse und Namen sind untrennbar mit dem durch die Mauer geteilten Berlin verbunden.

Die Lage in Berlin ist Jahrzehnte lang nicht nur von nationalem, sondern immer auch von internationalem Interesse. Berlin ist Brennpunkt des Kalten Kriegs, Schauplatz der Weltpolitik und heftiger Auseinandersetzungen - aber auch Biotop der Aussteiger und Andersdenkenden, voller Leben in Nischen, voller Erfindungsreichtum. Stets bleibt das unbändige Lebensgefühl der Berliner spürbar.

Montag, 08.07.2019, 07:10 Uhr

1/6 1961 - 1965
WDR 28'54

Dienstag, 09.07.2019, 07:15 Uhr

2/6 1966 - 1970
WDR 30'23'

Mittwoch, 10.07.2019, 07:15 Uhr

3/6 1971 - 1975
WDR 30'46''

Donnerstag, 11.07.2019, 07:15 Uhr

4/6 1976 - 1980
WDR 28'12''

Freitag, 12.07.2019, 07:15 Uhr

5/6 1981 - 1985         
WDR 29'30

Montag, 15.07.2019, 07:15 Uhr

6/6 1986 - 1990  
WDR 29'31''

Weitere Informationen Ende der weiteren Informationen

Dienstag, 16.07.2019, 07:15 Uhr

Wenn die DDR ins  Klassenzimmer kommt  
hr 14'27''  

Die DDR im Unterricht ist ein Pflichtthema an vielen Schulen. Aber ein geteiltes Deutschland ist für Schüler von heute so weit weg wie der Dreißigjährige Krieg. Wie also sich der Geschichte des geteilten Deutschlands nähern? Einige Schülerinnen und Schüler aus Hessen sind ungewöhnliche und kreative Wege gegangen und haben sich einfach die DDR ins Klassenzimmer geholt. So die Schüler der Kirchbergschule aus Herborn. Um ein Leben am Todesstreifen besser zu verstehen, haben sie die Mauer aus Schuhkartons nachgebaut, darin eingelassen: Modelle der Unterdrückung - vom Stasigefängnis bis zur Grenzanlage. Neu-Anspacher Schüler von der Adolf-Reichwein-Schule hingegen wollten durch ein Rollenspiel erfahren, wie der Alltag einer Schulklasse in der DDR aussah. Eine unmögliche, aber reale Liebesgeschichte zwischen Ost und West haben Schüler der August-Bebel-Gesamtschule aus Wetzlar nachgespielt. Das Drehbuch dazu lieferte ihnen Tatjana Sterneberg, die den Schülern ihre tragische Geschichte erzählte. Und die Schülerinnen und Schüler der Adam-von-Trott-Schule aus Sontra haben den musikalischen Teil der DDR erkundet. Um herauszufinden, wie er war, der typische Sound der DDR, haben sie Interviews geführt und selbst alte Songs gecovert.

Heiner Müller (Autoren erzählen)
Schriftsteller, DDR
SWR 14'47''

In drei Fernseh-Porträts aus den Jahren 1985 bis 1990 erzählt Heiner Müller, warum es in seinen Stücken oft so blutrünstig zugeht, und welche Themen ihn interessieren. Er äußert sich zum Kapitalismus und zum Sozialismus und dazu, was er für typisch deutsch hält. Und er beantwortet die Frage, warum er sich wiederholt dafür entschied, in der DDR zu bleiben, obwohl seine Stücke dort immer wieder verboten wurden.

Mittwoch, 17.07.2019, 07:15 Uhr

Ex-Grenze - War da was?    
hr 29'28''

Zwanzig Jahre danach - was ist da noch? Videojournalistin Nina Cöster hat sich im Sommer 2009 auf Spurensuche entlang der hessisch-thüringischen Grenze begeben.  Als die Mauer fiel war sie gerade mal neun Jahre alt. Die DDR kannte sie nur von den Kaffee-Päckchen, die ihre Oma in die "Ostzone" schickte. Heute will die Reporterin sich selbst ein Bild machen von dem, was noch übrig ist, und die alten Geschichten hinterfragen: Fluchtschicksale, Grenzerleben und der ganz normale Alltag hüben wie drüben. Was denkt die Bäckerin aus dem Westen, wenn sie im Osten ihre Brötchen ausfährt, was die Jugendlichen auf der Kirmes von Philippsthal und Trödler aus Altefeld? Sind die Hessen und die Thüringer nach 20 Jahren zusammen gewachsen?

Donnerstag, 18.07.2019, 07:15 Uhr

Die Mauer
aus: Was geht mich das an?      
WDR 29'00''

Manchmal machen ganz alltägliche Entscheidungen Geschichte: Ein junger Mann in der DDR, Anfang 20, will einen Studienplatz – und leistet im Gegenzug Dienst als Grenzsoldat. Er hat große Träume, will etwas erreichen und arrangiert sich mit seinem Staat – immer in Angst, dass er im Namen des Sozialismus auf einen Flüchtenden schießen muss. 1989 bricht die DDR zusammen – und reißt das Leben des Soldaten mit sich. Solche Lebenswege an der deutsch-deutschen Grenze haben Geschichte geschrieben – doch angefangen haben sie mit scheinbar kleinen, ganz menschlichen Entscheidungen, die wir heute ähnlich treffen könnten. Der fiktive Grenzsoldat, gespielt von Pit Bukowski, schafft die Verbindung aus dem Schwarz-Weiß des Geschichtsarchivs hinein in unsere Gegenwart: Wie würde ich heute handeln? Hätte die Vergangenheit auch anders verlaufen können? Die Erzählung wird ergänzt durch beeindruckendes Archivmaterial und Interviews mit den Wissenschaftlern Marion Detjen und Gerhard Sälter sowie Musiker Thomas Hübner alias Clueso, der in Erfurt aufgewachsen ist.

Freitag, 22.06.2018, 06:15 Uhr

Gefangen in Waldheim
Ein Stadt und ihr Knast
(Der Osten - Entdecke wo du lebst)  
MDR 29'55''

Die JVA Waldheim spiegelt 300 Jahre deutsche Geschichte. Der Film von Christian Schulz verbindet unterschiedliche politischen Ereignisse und ihre Auswirkungen auf die Stadt und das Gefängnis und erzählt vom Leiden der hier oft zu Unrecht inhaftierten.