Grafik eines Körpers mit der Position der Leber
Welchen Wert haben Organe - fragt die Sendereihe "Was bin ich wert?" Bild © Colourbox.de

Thema in "Wissen und mehr" im hr-fernsehen: Lässt sich der Wert eines Menschen berechnen und in Geld aufwiegen? Die spontane Antwort lautet: Nein. Trotzdem wird es vielfach getan – etwa in der Medizin oder bei Versicherungen.

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Achtung: Neue Sendezeit für Wissen und mehr: montags, 7:10 Uhr ; dienstags bis freitags, 07:15 Uhr

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Was bin ich wert? Eine Sendereihe des WDR:

Ein Mensch ist unendlich wertvoll, sein Leben ist unbezahlbar, man kann seinen Wert nicht berechnen. Im Gegenteil: Ihn berechnen zu wollen, verstößt gegen die menschliche Würde und die ist bekanntermaßen unantastbar. Jeder hat schon überlegt: Was ist meine Arbeitskraft wert? Wie viel Schmerzensgeld ist angemessen, wenn ich verletzt werde? Wie viel Geld werden meine Hinterbliebenen bekommen, sollte mir ein Unglück zustoßen? Wie viel Lösegeld würde meine Familie bezahlen, sollte ich entführt werden? Auch wenn wir es nicht zugeben wollen: Der Wert des Menschen beschäftigt Verliebte und Philosophen, Versicherungsmathematiker und Ärzte, Sklavenhändler und Umweltpolitiker. Die Berechnung des Menschenwerts spielt bei Verkehrsopfern eine Rolle und bei gefallenen Soldaten, beim so genannten Humankapital eines Unternehmens und bei Katastrophenszenarien der Behörden, bei der verkauften Sexsklavin und bei der Leihmutter. Die entsprechenden Kalkulationen und Preise werden in der Regel jedoch nicht offen gelegt. Darum will es die Filmreihe genau wissen: Welchen Preis hat ein Mensch?
Autor Peter Scharf sucht und forscht nach Antworten auf diese Fragen. Der Filmstil betont das Subjektive dieser Suche, die Kamera nimmt den Blick des Autors auf. Handlungsort sind u.a. die Wall Street in New York, eine Samenbank in Berlin oder eine Armensiedlung in Delhi.
Die so genannten Montage-Blöcke liefern Informationen, die die Allgegenwärtigkeit der Monetarisierung des menschlichen Lebens erfahrbar machen und den Zuschauern Zusatzinformationen liefern, die vielfach schockierend und ungeheuerlich sind.

Montag, 29.04.2019, 07:10 Uhr

1. Wert von Blut- und Samenspenden  
WDR 14'04''

2. Wert von Organen
WDR 14'52''

Dienstag, 30.04.2019, 07:15 Uhr

3. Schmerzensgeldansprüche  
WDR 14'48''
4. Wert von Opfern eines Terroranschlags
WDR 15'44''

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Am Mittwoch, dem 1. Mai 2019, und am Donnerstag, dem 2. Mai 2019, entfällt die Sendung "Wissen und mehr"

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Freitag, 03.05.2019, 07:15 Uhr

Tanz im Krematorium: Wie man Abschied gestalten kann    
RBB 28'00''

Die Bestatterin Susanne Jung will die Menschen, die von einem Angehörigen Abschied nehmen müssen, liebevoll und professionell begleiten. Sie stellt alte - oft vergessene - Rituale vor, macht aber auch Mut, neue Formen zu wagen. Viele Menschen wissen gar nicht, dass man den Verstorbenen noch einige Tage zu Hause aufbahren darf, damit Freunde und Verwandte Abschied nehmen können. Und warum sollte nicht mal im Krematorium Walzer getanzt werden? Der Film stellt Menschen vor, die den Tod nicht aus dem Leben verdrängen wollen und die Mut machen, den Abschied selber zu gestalten.