Keltenfürst am Glauberg
Der Keltenfürst vom Glauberg ist ein archäologischer Sensationsfund. Bild © picture-alliance/dpa

Von den Kelten in Hessen über die Alltags- und Kulturgeschichten der hessischen Regionen und die ehemalige Grenze zur DDR bis hin zu einem Besuch in der Frankfurter Kleinmarkthalle - diese und weitere Themen stellt "Wissen und mehr" in den kommenden beiden Wochen im hr-fernsehen vor.

Montag, 03.12.2018, 06:15 Uhr
Kelten in Hessen - Ein archäologischer Zwischenbericht
hr 14'53"
Wer machte die Hessen der Vorzeit mit dem Pflug bekannt? Wer brachte die ersten exotischen Früchte, den Webstuhl oder das Kettenhemd ins Hessenland? Nicht die Römer waren die Kulturbringer, sondern schon viel früher die Kelten. Was die heutige Wissenschaft davon weiß und wie Keltengruppen am Glauberg und am Dünsberg auf dieses Wissen zurückgreifen, davon erzählt in einem archäologischen Zwischenbericht "Kelten in Hessen".

Keltisches Hessen
hr 18'32"
Auf den Spuren der Kelten in Hessen begibt sich das Videolexikon Bilderbogen in dieser Ausgabe, und richtet sein Augenmerk vor allem auf die Besonderheiten rund um den europaweit bedeutendsten keltischen Fund eines Fürstengrabes mit großflächiger Befestigungsanlage auf dem hessischen Glauberg.

Die folgenden hr-Sendungen zeigen Alltags- und Kulturgeschichten der hessischen Regionen:

Di., 04.12., 06:15, 14'10"
Die Deutsche Fachwerkstrasse

06:30, 14'24"
Kloster Lorsch

Mi., 05.12., 06:15
Die Ronneburg

06:30, 14'44"
Römisches Wiesbaden

Do., 06.12., 06:15, 18'58"
Mit Liebe im Detail gefertigt
Heute sucht das Hessenlexikon nach Dingen, die mit Liebe im Detail gefertigt werden. Es findet eine Marionettenbauerin und eine Lichtedesignerin, begleitet die Fertigung von Königsberger Marzipan und besucht die Höchster Porzellanmanufaktur.

06:35, 17'32"
Weibliche Stärken
In harten Zeiten zeigt sich die wahre Stärke eines Menschen. Und so waren es die Vertreterinnen des "schwachen Geschlechts", die nach dem Krieg die Städte von Bombenschutt befreiten und das Leben wieder in Gang brachten. Das Videolexikon zeigt Ausschnitte weiblicher Stärken gestern und heute.

Fr., 07.12. 06:15, 18'02"
Blaues Blut in Hessen
Das Videolexikon Bilderbogen stellt in dieser Folge drei Adelshäuser in Hessen vor:  Das Haus Battenberg, die Nachfahren des Prinzen Alexander von Hessen-Darmstadt, aus dem die Mutter von Prinz Philipp Mountbatten, dem Gemahl der Englischen Königin stammte; die Chefs des Hauses Ysenburg-Büdingen die noch heute ihr Schloß in Büdingen bewirtschaften und die Adelsfamilie von Baumbach auf ihrer Stammburg Tannenburg.

06:35, 19'42"
Liebe
Diese Ausgabe des Videolexikon Bilderbogen dreht sich rund um die Liebe. Ob in Poesiealben festgehalten, als romantische Geschichte erzählt, als Liebesbotschaft per SMS verschickt oder in Form einer Pflanzenbotschaft verschlüsselt, - die Liebe ist einfach die schönste Sache der Welt!

Mo., 11.12. 06:15, 18'02"
Kelten in Hessen
Das Hessenlexikon ist heute auf Spurensuche der Kelten in Hessen, welche vor ca. 2000 Jahren unser Gebiet besiedelten. Es wird fündig am Christenberg bei Münchhausen, in Bad Nauheim, einem Zentrum keltischer Salzgewinnung und auf der Perle der Rhön, der Milseburg.

06:35, hr, 18'44"
Rosen
Das Videolexikon Bilderbogen widmet sich in dieser Folge der Königin unter den Blumen, der Rose. Wunderschöne Rosengärten werden ebenso vorgestellt wie Deutschlands erster ökologischer Rosenzüchter und das legendäre Rosenbuch des Salomon Pinhas.

Di., 11.12., 06:15, 29'00"
Würste, Kräuter und der Liebe Gott - Geschichten aus der Markthalle
Ein Film von Gallina Breitkreuz
Ilse Schreiber ist die Königin der Würste. Ob Krakauer, Fleisch- oder Rindswurst, ob mit und ohne Knoblauch, Senf oder Ketchup, - wenn es ein Produkt in der Frankfurter Kleinmarkthalle gibt, dass von früh bis spät über die Theke geht, dann sind es Ilse Schreibers Würste. Seit mehr als 30 Jahren betreibt sie ihren Stand und egal, welcher Schicksalsschlag ihr widerfuhr, die Markthalle ist ihr Sinn und Motor geblieben, um im Leben zu bestehen.
Eine Etage darüber verkauft Francesco Belvedere hochwertige Öle, Balsamico-Essig und einen hervorragenden Rotwein. Dass er Kommunist ist und mit dem lieben Gott nicht viel am Hut hat, gibt er sofort zu: Gott brauche nur, wer Angst hat vor dem Tod und vor dem Leben.  Und ängstlich war Francesco nie, weder als Gewerkschafter bei Alfa Romeo noch als Händler in der Kleinmarkthalle.
Nicht weit von seinem Stand präsentiert sich eine wahre Pracht an Köstlichkeiten: frisches Gemüse in allen Sorten, reife Pfirsiche neben exotischen Mangos, persische Süßigkeiten. Doch für viele Händler in der Kleinmarkthalle bleiben sie tabu - zumindest während des Ramadans. Wie es dem muslimischen Feinkosthändler  inmitten von Trüffeln und anderen Versuchungen dennoch gelingt zu fasten, wie die Familie Frieser am Stand gegenüber als Familienunternehmen ihre Kunden nicht nur bedient, sondern auch unterhält und weshalb der Japaner Kinya Terada nicht mehr Hedgefond-Manager sein wollte, sondern als Buddhist nicht nur feinsten Tee zelebriert und  Messern den meisterhaften Schliff verleiht, davon erzählt die Reportage "Würste, Kräuter und der liebe Gott".

Mi., 12.12., 06:15, 29'17"
Ex-Grenze - War da was?
Eine Reportage von Nina Cöster
Zwanzig Jahre danach - was ist da noch? Die junge Videojournalistin Nina Cöster hat sich in diesem Sommer auf den Weg gemacht entlang der hessisch-thüringischen Grenze. Als die Mauer fiel war sie gerade mal 9 Jahre alt. Die DDR kannte sie nur von den Kaffee-Päckchen, die ihre Oma in die "Ostzone" schickte. Heute will die Reporterin sich selbst ein Bild machen von dem, was noch übrig ist, und die alten Geschichten hinterfragen: Fluchtschicksale, Grenzerleben und der ganz normale Alltag hüben wie drüben. Was denkt die Bäckerin aus dem Westen, wenn sie im Osten ihre Brötchen ausfährt, was die Jugendlichen auf der Kirmes von Philippsthal und Trödler aus Altefeld? Sind die Hessen und die Thüringer nach 20 Jahren zusammen gewachsen? Eine Reisereportage von Nina Cöster.

Do., 13.12., 06:15, 18'59"
Kulturschulen - Porträt eines außergewöhnlichen Projekts
Ein Film von Alexander Haas und Nathalya Kabirova
Grau und eintönig, so empfinden viele Jugendliche ihren Schulalltag – die Schule, ein Lernort versunken in Monotonie, der wenig begeistert und motiviert. Hessen wagt einen Versuch, will neue Wege gehen mit seinem Konzept der "KulturSchulen". Die Reportage von Alexandra Haas und Natalya Kabirova stellt Schulen vor, die an diesem Projekt teilnehmen. Die Autorinnen zeigen anschaulich, was es heißt, Schüler allumfassend ästhetisch zu bilden. Dabei lassen sie neben Direktoren, Lehrern und Kultusverantwortlichen auch die Schüler zu Wort kommen. 

06:30, 12'23"
Wilhelmsbad

Fr., 14.12., 06:15, 14'51"
Denkmal! Kunst für den öffentlichen Raum
Es gibt sie in allen Farben, Formen, Größen und Materialien: Denkmäler. Und ebenso variantenreich sind die Anlässe, weshalb sie errichtet werden. Meistens sollen sie erinnern, manchmal auch provozieren, in der zweiten Bedeutung des Wortes zum Nachdenken anregen: Denk mal! Das hat Schüler einer 10. Klasse der Alexander-von-Humboldt-Schule aus Rüsselsheim neugierig gemacht. Wie wird Erinnerung gestaltet? Und: Wie wirkt gestaltete Erinnerung auf den Betrachter? Mit Filmkamera und Mikrofon ausgerüstet haben sie nach Antworten gesucht, auf einem deutschen Soldatenfriedhof in Frankreich, im Stadtbild von Rüsselsheim und im Rathaus der Opelstadt. In ihrem 15-minütigen Film "Denkmal! Kunst für den öffentlichen Raum" kommen auch zeitgenössische Künstler zu Wort, die in Rüsselsheim ihre Spuren hinterlassen haben. Und auch die Schüler selbst zeigen Entwürfe nach eigenen Ideen, mit denen sie ausprobiert haben, auf welche Weise Kunst im öffentlichen Raum Wirkungen entfalten könnte.

06:30, 14'22"
Kunst in Rüsselsheim - Klappe, die Erste! Schüler führen Regie
"Kunst", "Museum", "Unterricht" - für viele Schüler pure Reizworte, die oftmals mit Ablehnung quittiert werden. Nicht so an der Alexander von Humboldt Schule in Rüsselsheim. Hier besuchte ein Wahlpflichtkurs der 10. Klasse mit wachsender Begeisterung die Ausstellung "Exil und Moderne" in den "Opelvillen". Im Gepäck: Stativ, Kamera und Mikrofon. Denn in diesem "Medienprojekt" sollten die Schüler lernen, Künstler und Werke durch die Kamera zu betrachten. Das eröffnete neue Perspektiven, auch für die eigenen Bilder, die im Projekt entstanden und ebenfalls dokumentiert wurden. So entstand in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Rundfunk eine Schülerdokumentation, die sich nicht nur intensiv mit Künstlern wie Picasso, Klee, Pollock oder Beckmann auseinandersetzt. Die Schüler fragen darin auch kritisch nach, welche Rolle in Zeiten der sozialen und wirtschaftlichen Krisen "Kunst in Rüsselsheim" spielt.