Reisterrassen auf Bali
Reisterrassen auf Bali Bild © hr/Wolfgang Müller

Von Musik aus Hessen bis zu den Klängen der Welt in Bali und Mali - Themen in "Wissen und mehr" im hr-fernsehen.

31.12.2018 und 01.01.2019, Sylvester und Neujahr, entfällt "Wissen und mehr"

Mittwoch, 2.1.2019, 06:16 Uhr

Leben für die Musik: Sänger in Hessen
aus: Videolexikon  
hr 18'24''

Das Videolexikon widmet sich heute den Brettern, die die Welt bedeuten und stellt die beeindruckende Stimme eines Opernsängers und einer Konzertsängerin vor. Außerdem besuchen wir einen Ehepaar, das sein Leben der Musik verschrieben hat seine Bühnenerinnerungen mit uns teilt.

Hessische Klänge in alle Welt
aus: Videolexikon  
hr 19'34''

Das Hessenlexikon findet heute Instrumente und Instrumentenbauer aus Hessen, die weltweite Beziehungen haben. In New York lebt und arbeitet ein hessischer Akkordeonbauer, aus Höchst liefert ein Cembalobauer in die genze Welt. Und wußten Sie, dass die begehrten „Lakewood“-Gitarren aus Gießen stammen?

Donnerstag, 3.1.2019, 06:15 Uhr

Klänge der Welt: Mali
SWR 28'49''

Modibo ist Koraspieler in Bamako, der Hauptstadt Malis im tropischen Südwesten des Landes. Seine Familie gehört seit Generationen zum Stand der Griots - der Musiker und Geschichtenerzähler, die schon in den glanzvollen Zeiten des Königreichs der Malinke für Unterhaltung sorgten. In Modibos Heimatdorf werden Mais, Hirse, Erdnüsse und Baumwolle angebaut, ein Hauptexportgut Malis. Die Lieder der Griots loben die Arbeit der Bauern und besingen die Ernte. Sie mahnen, die üppige Natur und die Bäume zu schützen, da sonst Dürre drohe.
Eine Landschaft fast ohne Vegetation ist die Heimat des Griots Abasse, 1000 km weiter nördlich. Dort liegt am Rande der Sahara die legendäre Wüstenstadt Timbuktu. Abasse besingt die Verdienste einer Karawane, die seit 16 Tagen durch die Wüste unterwegs ist, um Salzplatten aus den 800 Kilometer entfernten Minen der Oase Taouedenni nach Timbuktu zu transportieren. Diese Arbeit sicherte den Tuareg Jahrhunderte lang den Lebensunterhalt. Doch das Leben in der Wüste wird schwerer. Das Wetter wird unberechenbarer, es gibt weniger Wasser – eine Bedrohung auch für die Kamele, die von je her die Lasten trugen. Viele Lieder der Tuareg handeln von diesem Leben in einer extremen Landschaft.  

Freitag, 04.01.2018, 06:15 Uhr

Eine rot erleuchtete Rauchsäule steigt aus dem Vulkan Agung auf
Der heilige Vulkan Agung ist ausgebrochen. Bild © picture-alliance/dpa

Klänge der Welt: Bali
SWR 29'18''  

Als 1963 der heilige Vulkan Agung ausbrach, hofften die Balinesen auf die Ankunft der Götter. Stattdessen kamen Tod und Verwüstung. Doch gerade die Lavaerde und das tropische Klima machen die indonesische Insel Bali zu einem der fruchtbarsten Flecken der Erde. Reis ist dort das Hauptnahrungsmittel, und für eine reiche Ernte werden den Göttern Opfer gebracht. Die Opferbereitung ist eine wichtige Aufgabe auf Bali, das eine hinduistische Bevölkerungsmehrheit besitzt. Um mit den Hindugöttern in Kontakt zu treten, wird in jedem Dorf Gamelan gespielt. Das Gamelan-Orchester besteht aus über 30 Mitgliedern, die urtümliche Metallschlaginstrumente wie Gongs, Xylophone, Becken und Klangschalen spielen. Doch es wird als ein einziges Instrument betrachtet - nur im Zusammenklang bekommt es einen Sinn.
Wie beim Gamelan spielt die Gemeinschaft auch in den balinesischen Dörfern eine große Rolle: Zusammen erledigen die Männer die wichtigsten Feldarbeiten, gemeinsam legen sie die Kanäle an und verteilen das Wasser. Das Zusammenspiel auf den Reisterassen klappt seit Jahrhunderten ebenso reibungslos wie das allabendliche Gamelanspiel. Das Dorf ist auf Bali eine funktionierende Einheit für Arbeit und Leben.