Ludwig van Beethoven beim Komponieren der Messe "Missa solemnis"
Ludwig van Beethoven beim Komponieren der Messe "Missa solemnis", Gemälde von Josef Stieler Bild © Josef Stieler / gemeinfrei

Die Akte Beethoven, der Wagnerwahn, aber auch die Backstage-Mitarbeiter, ohne die eine Musikveranstaltung gar nicht funktionieren würde, sind Thema in "Wissen und mehr" im hr-fernsehen.

Montag, 11.03.2019, 06:35 Uhr

Die Backstage-Helden - Berufe bei Musikveranstaltungen 
Die Backstage-Helden 1/2 
 
WDR 14'49''

Wie wird man eigentlich Bühnenbauer? Was macht eine Veranstaltungskauffrau? Und warum muss ein Stagemanager jede Menge Stress aushalten können? Ohne die vielen Helfer, von denen man als Festival-Besucher nur die wenigsten sieht, würde eine Musikveranstaltung gar nicht funktionieren. In der ersten Folge stellen wir die Berufsbilder Veranstaltungskauffrau, Bühnenbauer und Stagemanager mit ihren Aufgabengebieten vor. Beim "Juicy Beats"-Festival in Dortmund begleiten wir dazu Tim, Clara, Saskia und Mark hinter den Kulissen und dabei wird eins sehr schnell klar: Sie alle sind wahre "Backstage-Helden"!

Die Backstage-Helden 2/2   
WDR 14'33''

Wie wichtig ist gutes Licht? An was muss ein Tourmanager alles denken? Wie wird man Fachkraft für Veranstaltungstechnik? Und wer sorgt eigentlich für den guten Ton? Auch im zweiten Teil unserer Reihe "Backstage-Helden" wird schnell klar: Für eine gelungene Musikveranstaltung braucht man viele Leute, die was von ihrem Beruf verstehen. Im Fokus dieser Folge stehen diesmal die Berufe Veranstaltungstechniker Licht und Ton und des Tourmanagers. Auf einem Konzert der Hip-Hop-Gruppe "Die Orsons" haben wir Robin, Jens, Lucien und Peter bei ihren Jobs mit der Kamera begleitet – echte "Backstage-Helden"!  

Dienstag, 12.03.2019, 06:15 Uhr

Synästhesie - Wenn Klänge zu Farben werden         
SWR 29'44''

Manche Menschen nehmen Sinnesreize nicht einzeln wahr, sondern auf mehrere Arten gleichzeitig: Wenn sie Klänge hören, sehen sie vor ihrem inneren Auge Farben oder Formen dazu. Andere sehen Buchstaben und Zahlen farbig oder schmecken Farben. Der Film begleitet drei Synästheten in ihrem Alltag und zeigt, wie sie die Welt wahrnehmen. Zwei Wissenschaftler erklären diese besondere Art der Vernetzung im Gehirn.

Mittwoch, 13.03.2019, 06:15 Uhr

Wagnerwahn - Der Komponist Richard Wagner        
WDR 30'18''

WAGNERWAHN setzt sich kritisch mit Leben und Werk Richard Wagners auseinander und erzählt die Geschichte des ebenso berühmten wie umstrittenen deutschen Komponisten auf völlig neue Weise: Historische Fakten werden in modernen Settings nacherzählt, analysiert und ausgedeutet. Wagner wird dabei auf originelle Weise zum Zeitgenossen eines heutigen, breiten Publikums. Im Mittelpunkt des Films steht das komplexe und von Skandalen begleitete Verhältnis zwischen Richard und seiner zweiten Ehefrau Cosima Wagner. Ein Paar, das kaum Skrupel kennt, wenn es darum geht, Wagners Interessen zu dienen und seinen Mythos zu errichten - eine Art "Bonnie & Clyde" der Kulturgeschichte. Wagners künstlerische Visionen sind ihrer Zeit weit voraus, seine Idee des "Gesamtkunstwerks" hat auch den Film, insbesondere Hollywood geprägt. In Anspielung an diese Entwicklung wird die Geschichte des extravaganten Duos im Stil eines Hollywood-Melodrams der 50er Jahre erzählt. Die Szenen sind ausschließlich mit Wagners Musik orchestriert. Die Dialoge bauen auf Originalzitaten aus Wagners Briefen und Cosimas Tagebüchern auf. Wagners Antisemitismus steht in einem irritierenden Widerspruch zu seinen universellen Werken. Seine schillernde Androgynität, seine Sucht nach Luxus, Ausschweifung, Parfüm und Seide sind dagegen ein Schlüssel zum Geheimnis seiner berauschenden und erotisch aufgeladenen Musik.

Donnerstag, 14.03.2019, 06:15 Uhr

Die Akte Beethoven          
WDR 30'06''  

DIE AKTE BEETHOVEN erzählt die Geschichte des weltberühmten deutschen Komponisten auf neue Weise: In einer Mischung aus Spielfilm, Musikdokumentation und animierten Comics werden historische Fakten in modernen Settings nacherzählt, analysiert und interpretiert. Ludwig van Beethoven, gespielt von Lars Eidinger, wird dabei zum Zeitgenossen einer heutigen Zuschauerschaft. Aufbrausend, jähzornig, griesgrämig – das ist das gängige Bild von Ludwig van Beethoven, dem Komponisten mit der wilden Löwenmähne. Doch DIE AKTE BEETHOVEN zeigt: Es gibt auch einen anderen Beethoven – jung, verführerisch, temperamentvoll, und vor allen Dingen kämpferisch. Als der Komponist Ludwig van Beethoven im Alter von 56 Jahren in Wien stirbt, taucht ein Testament auf, das er 25 Jahre vor seinem Tod verfasst hat. Es offenbart: Bereits mit 31 Jahren ist Beethoven praktisch taub, noch bevor er die meisten seiner bahnbrechenden Werke komponiert hat. Ein tauber Komponist? Wie ist so etwas möglich? Der Film DIE AKTE BEETHOVEN geht diesem Rätsel nach und ergründet die Zusammenhänge zwischen Krankheit und Werk des Musikgenies. Was gibt Beethoven die Kraft, den Kampf gegen seine fortschreitende Krankheit aufzunehmen? Inwiefern spiegelt sich sein außergewöhnliches Schicksal in seiner Musik wider und welchen Einfluss hat die Taubheit auf sein Werk?

Freitag, 15.03.2019, 06:15 Uhr

Wie erklärt sich die Wirkung von Musik?
(aus: Was wir noch nicht wissen)  
BR 15'00''  

Unser Leben ist von Anfang an von Musik begleitet: Schon Babys werden mit Schlafliedern beruhigt. Und sogar Pflanzen reagieren intensiv auf musikalische Beschallung. Wissenschaftler suchen nach Erklärungen für diese unmittelbar physische Wirkung. Seit je her zieht es den Menschen zur Musik - und das seit Urzeiten: Im Jahre 2008 entdeckten Tübinger Archäologen eine Knochenflöte aus der Zeit der Neandertaler. Das Instrument wurde vor rund 35.000 Jahren gefertigt. Auch unsere individuelle Lebenszeit ist in den meisten Fällen von Anfang an begleitet von Musik, die uns entweder - als musikalisches Spielzeug für Babys -Freude bereitet, oder uns - als Schlaflied - beruhigt. Musik hat eine solch unbewusste Wirkung auf uns, dass es mittlerweile in vielen Städten Usus ist, U-Bahnstationen mit klassischer Musik zu beschallen, um das subjektive Sicherheitsgefühl der Passagiere zu steigern. Wie sich diese unmittelbar physische Wirkung von Musik aber erklären lässt, darüber forschen Wissenschaftler verschiedener Disziplinen bis heute. Wie wird Musik im Gehirn verarbeitet? Gibt es so etwas wie ein neuronales Musikzentrum? Wie kann eine taube Musikerin ihrem Beruf nachgehen? Warum reagieren auch Pflanzen so intensiv auf Musik? Kann man sagen: Die Welt ist Musik? Nur einige der offenen Fragen, die im Film anhand von Beispielen und Expertenaussagen behandelt werden.

Warum können wir sprechen?
(aus: Was wir noch nicht wissen)  
BR 14'59''

Eine Besonderheit des Menschen ist seine Sprachfähigkeit. Kein Tag vergeht, an dem wir Menschen nicht sprechen. Fast jede soziale Interaktion ist begleitet von Sprache. Ohne sie ist unser Alltag kaum vorstellbar. Aber warum können wir sprechen? Und warum haben wir Menschen so wenig Probleme damit? Die Erforschung Künstlicher Intelligenz beschäftigt sich mit genau dieser großen Frage. Schon heute gibt es viele Beispiele für Künstliche Intelligenz, die ihren Platz in unserem Alltag eingenommen hat: Das Spracherkennungssysteme bei der Kundenhotline oder das über Sprache gesteuerte Navigationssystem im Auto sind nur zwei davon. Doch die Wissenschaft geht noch einen großen Schritt weiter. Einer der wichtigsten Teilbereiche der Erforschung Künstlicher Intelligenz ist die Robotik. Ihr Ziel ist es, eine Intelligenz herzustellen, die dem Menschen ebenbürtig ist. Einen humanoiden Roboter. Eine Maschine mit Bewusstsein, Emotion und vor allem einer uns Menschen ureigenen Fähigkeit - mit Sprache. Wenn wir nachvollziehen könnten, wie das menschliche Gehirn funktioniert und Sprache produziert, wäre es dann möglich, nach den selben Prinzipien eine dem Menschen ebenbürtige Künstliche Intelligenz herzustellen?