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Von der Würde der Tiere, vom Kampf für Nachhaltigkeit, von Lebensmittelrettern - Themen in "Wissen und mehr" im hr-fernsehen.

Montag, 01.06.2020, 07:10 Uhr

An Pfingstmontag entfällt "Wissen und mehr"

Dienstag, 02.06.2020, 07:15 Uhr

mt

Tierhaltung - Woher kommt unser Fleisch
SWR, 29'34"

Woher kommt unser Fleisch? Aus Massentierhaltung oder nachhaltiger Landwirtschaft? Der Film porträtiert mehrere Landwirte aus Baden-Württemberg, die auf unterschiedliche Weise Fleisch für den Markt produzieren. Alle beschäftigt die Frage, wie man wirtschaftlich erfolgreich sein kann. Und manche auch, wie man gleichzeitig dabei noch den Tieren und der Umwelt gerecht werden kann. Thomas König betreibt konventionelle Schweinezucht auf seinem Hof. Doch er will umsatteln, auf Bio, denn seine Ferkel aus Massenhaltung bringen kaum mehr etwas ein. Für einen neuen Schweinestall nach Biorichtlinien hat er sich hoch verschuldet. In Zukunft sollen seine Schweine artgerecht leben, in großen Boxen mit gesundem Futter und viel Auslauf. Vier Landwirte in Oberschwaben setzen hingegen auf ein anderes Millionenprojekt. Sie wollen den größten Kuhstall Baden-Württembergs mit über 1000 Kühen bauen. Vollautomatisiert, effizient, technisch hochgerüstet. Und damit sich die Investition auch wirklich lohnt, betreiben die Landwirte eine Biogasanlage, um aus Gülle „Gold“ beziehungsweise Strom zu machen. Doch was ist mit der Nachhaltigkeit bei solchen Großprojekten? Dass es auch Mittelwege gibt, zeigt Landwirtin Tanja Ambacher. Sie produziert konventionell, achtet aber darauf, dass ihre Rinder artgerecht gehalten werden. Mit Weidewirtschaft und der Direktvermarktung ihrer Produkte im eigenen Hofladen wirtschaftet sie erfolgreich und nachhaltig. Letzten Endes bestimmen aber nicht nur die Landwirte die Produktionsbedingungen, sondern auch die Verbraucher. Sie entscheiden, welchen Preis sie bereit sind zu zahlen – für günstiges Fleisch aus Massentierhaltung oder Hochwertiges aus biologischer Landwirtschaft.

Mittwoch, 03.06.2020, 07:15 Uhr

Braune Hühner

Die Würde der Tiere - Vom Umgang mit Huhn, Schwein & Co.
RBB 28'43"

Tiere sind uns ähnlicher als wir glauben. Sie empfinden Leid und Freude und können uns fundamentale Zugänge zum Leben vermitteln. Eine Faszination, die wir an uns selber erkennen, wenn wir Tiere im Film oder in der Wirklichkeit beobachten. Andererseits: Tiere landen täglich in unseren Supermarktregalen, im Lederwarengeschäft und in Forschungslaboren, nachdem sie qualvoll leben und sterben mussten. Es ist dringend nötig umzudenken, zu schützen und zu würdigen. Einer, der das tut, ist der Verhaltensbiologe und Theologe Dr. Rainer Hagencord. Im Institut für zoologische Theologie der Katholisch Theologischen Fakultät Münster hinterfragt er mit seinen Studenten biblisch fundiert das christliche Weltbild vom Menschen als Krone der Schöpfung und eckt damit nicht nur in der Kirche an. Mit ihm begibt sich der Film auf die Suche nach einem neuen Umgang mit den Tieren.

Donnerstag, 04.06.2020, 07:15 Uhr

Die alte Autobahn A4 wurde von Braunkohlegegnern zur „roten Linie“ erklärt: an dieser Linie soll der Tagebau halt machen, damit die Pariser Klimaziele noch erreicht werden können.

Verantwortung: Nachhaltigkeit - wie wichtig ist gesellschaftliche Verantwortung für die Demokratie?
BR 28'10"

Klimawandel, Armut, stagnierende Wirtschaft - viele drängende Probleme sind seit Jahren ungelöst. Die Politik bleibt viel zu oft Antworten schuldig. Warum das so ist und mögliche Auswege zeigt die RESPEKT-Reportage. Der Konflikt um den Hambacher Forst ist seit Mitte des Jahres 2018 wieder in den Schlagzeilen. Baumbesetzer und Umweltaktivisten liefern sich heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei, die die Räumung des besetzten Waldgebietes durchsetzen soll. Der Energiekonzern RWE fördert in der Region seit 1978 jedes Jahr etwa 40 Millionen Tonnen Braunkohle im Tagebau. Die Ausweitung des Tagebaus ist politisch genehmigt und juristisch abgesichert – und trotzdem: Der weltweite Klimawandel, das für Deutschland beschlossene Ende der Energiegewinnung durch Braunkohle sowie die um sich greifende Zerstörung unberührter Natur sind gute Gründe, die unwiderrufliche Zerstörung des Waldgebietes zu hinterfragen. Das Beispiel Hambacher Forst zeigt, wie schwierig es ist, einen Ausgleich zu finden zwischen kurzfristigem Nutzen und langfristigen Auswirkungen, die viele Generationen betreffen werden. RESPEKT-Moderatorin Bianca Taube fragt Umweltaktivisten und Politiker vor Ort nach ihren Motiven. Umweltschützer reklamieren den Kampf gegen den Klimawandel und das hehre Ziel des Umweltschutzes für sich. Politikerinnen und Politiker denken auch an den Erhalt von Arbeitsplätzen. Der Braunkohle-Tagebau im Hambacher Forst beeinflusst den weltweiten Klimawandel natürlich nur gering – und trotzdem ist er ein Paradebeispiel für den viel größeren Konflikt: Wie umgehen mit kurzfristig unpopulären Entscheidungen, die aber langfristig und im größeren Zusammenhang ganz anders zu bewerten sind?

Freitag, 05.06.2020, 07:15 Uhr

Nach dem Containern transportieren Gießener Aktivisten die aus den Müllbehältern geholten Lebensmittel ab

Teller oder Tonne? Unterwegs mit Lebensmittelrettern
aus: Respekt

RBB 28'26"

In Deutschland werden jede Sekunde 570 Kilogramm Lebensmittel entsorgt. Die Reportage schaut hinter die Kulissen der Lebensmittelrettung in Berlin und begleitet Menschen, die sich dafür engagieren.