Modell  Homo Heidelbergensis

Vom Homo Heidelbergensis bis zu den Kelten, von Dinosauriern bis zu Füchsen in unseren Städten: Themen in Wissen und mehr" im hr-fernsehen.

Montag, 22.02.2021, 07:20 Uhr

Europas erste Höhlenkünstler
aus Quarks
WDR 14'42''

Vor etwa 45.000 bis 40.000 Jahren kamen die modernen Menschen aus Afrika in Europa an. Nach gängiger Meinung waren sie die erste Menschenart, die sich künstlerisch ausdrücken konnte. Demnach kann es in Europa keine Höhlenkunst geben, die älter ist.

Höhlenzeichnung von Ardales

Doch ein Leipziger Wissenschaftler hat diese Theorie jetzt widerlegt. Der Film begleitet den Forscher in die Höhle von Ardales in Andalusien. Dort hat er Ockerfarbe an der Höhlendecke entdeckt und will jetzt herausfinden, wie alt die Farbe ungefähr ist und ob sie seine Theorie stützt. Denn über das Alter der Farbe kann er auf die Urheber schließen. Mit zwei Kollegen aus Spanien und England sammelt er Proben an der Höhlendecke, die er anschließend in seinem Labor am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie untersucht.

Unter Höhlenforschern  
WDR 14'32''

Reporterin Mai Thi Ngyuen-Kim lässt sich auf ein besonderes Abenteuer ein: Sie begleitet den bekannten Höhlenforscher Stefan Voigt in eine kaum begangene, "wilde" Höhle, die Heilenbecker Höhle in Ennepetal im Sauerland.

Herbstlabyrinth, Tropfsteinhöhle

Hier lernt Mai Thi Grundsätzliches über Tropfsteinhöhlen und sie erlebt, was die Faszination Höhlenforschung ausmacht: wie Höhlenforscher vorgehen, welche Techniken sie anwenden, was sie antreibt. Mai Thi lernt sich abzuseilen, muss kleinere Kletterpartieren bewältigen, sich durch enge Gänge zwängen. Dabei erfährt Mai Thi: Höhlenforschung ist nicht nur faszinierend, sie ist mitunter auch richtig anstrengend – und kann den Adrenalin-Pegel ordentlich nach oben treiben.

Weitere Informationen

Planet Deutschland - 300 Millionen Jahre

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Die dreiteilige Sendereihe "Planet Deutschland - 300 Millionen Jahre" führt durch ein kleines, doch ungeheuer vielfältiges Land, von den höchsten Gipfeln der schneebedeckten Alpen bis zu den Weiten der rauen Nordsee, von den Kratern der Eifel bis in das verwunschene Flusslabyrinth des Spreewaldes. Unter Wäldern und Wiesen verborgen, stößt man auf Spuren einer 500 Millionen Jahre alten Geschichte, auf Korallen und Muscheln hoch oben in den Bergen, auf die Überreste tropischer Wälder zu Tage und bei Heidelberg auf den ersten Deutschen.
Die Sendereihe erzählt die Naturgeschichte Deutschlands: Von den Alpen im Süden über die Flüsse und Wälder in Deutschlands Mitte bis zu den Küsten der Nord- und Ostsee. Von der Urzeit bis zum heutigen Deutschland mitten in Europa. Sie zeigt, wie Wälder, Flüsse und Gebirge zu dem geworden sind, was wir heute Deutschland nennen. Die Chronologie der Erdgeschichte führt durch die Zeit.
Photorealistische Animationen von Urzeittieren lassen die Geschichte Deutschlands lebendig werden. In aufwändigen Inszenierungen begegnen wir den ersten Deutschen und erleben, wie der Mensch schon vor Jahrtausenden begann, die Umwelt nachhaltig zu verändern. Die hochkarätigen Tier- und Landschaftsaufnahmen zeigen die Schönheit unseres Landes, wie es heute ist.

Dienstag, 23.02.2021, 07:20 Uhr

Dinosaurier

1/3 Der große Crash
WDR 28'34''      

Vor 300 Millionen Jahren sah Deutschland aus wie ein Urwald: Das feuchte Klima ließ riesige Farne emporwachsen. Im Süden zogen Herden von Sauriern durch Schwaben, während Bayern einem Urlaubsparadies glich: Es lag damals noch am Rande eines Meeres. Im Laufe der Zeit wird das Land von Meeren überflutet, dann herrschen wieder Wüstentemperaturen. Neue Tier- und Pflanzenarten entstehen – andere sterben aus. So auch vor 65 Millionen Jahren, als ein Meteorit mehr als die Hälfte aller Arten aussterben lässt, darunter die Dinosaurier.                              

Mittwoch, 24.02.2021, 07:20 Uhr

Zeichnung Homo Heidelbergensis

2/3 Der erste Deutsche
WDR 29'34''

Mit dem Aussterben der Dinosaurier ist der Weg frei für Säugetiere: Vor 600.000 Jahren besiedelten Flusselefanten und Nashörner Deutschlands Flüsse, Rotwild streifte durch die Wälder. Doch schon bald waren die Tiere nicht mehr allein. In der Nähe von Heidelberg wurde ein menschenähnliches Skelett aus dieser Zeit gefunden: Der Homo heidelbergensis, der allererste Deutsche. Später wurden die Wälder von den Neandertalern bewohnt, die sich als besonders kluge Jäger und Sammler erwiesen.

Donnerstag, 25.02.2021, 07:20 Uhr

Fuchs in der Stadt

3/3 Das Ende der Wildnis
WDR 29'32''

Als vor etwa 12.000 Jahren die Eiszeit endet, entwickelt sich die Landschaft Deutschlands zu jener, wie wir sie heute kennen: Das Wattenmeer entsteht, das Klima erwärmt sich und die uns heute vertrauten Tier- und Pflanzenarten setzen sich durch. Anstatt auf die Jagd zu setzen, lassen sich die Menschen erstmals nieder und widmen sich dem Ackerbau. Die erste Zivilisation entsteht, Dörfer und Städte werden errichtet und wachsen über ihre Grenzen hinaus. Heute erobern sich Tierarten wie Vögel, Hasen und Füchse den Lebensraum zurück und leben in der Stadt.

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Freitag, 26.02.2021, 07:20 Uhr

Kelten in Hessen: Ein archäologischer Zwischenbericht   
hr 14'53''  

Wer machte die Hessen der Vorzeit mit dem Pflug bekannt? Wer brachte die ersten exotischen Früchte, den Webstuhl oder das Kettenhemd ins Hessenland? Nicht die Römer waren die Kulturbringer, sondern schon viel früher die Kelten.

Der Keltenfürst vom Glauberg, eine nachempfundene Statue des Konzeptkünstlers Ottmar Hörl,  auf dem Frankfurter Römerberg

Die Sendung erzählt in einem archäologischen Zwischenbericht, was die heutige Wissenschaft davon weiß und wie Keltengruppen am Glauberg und am Dünsberg auf dieses Wissen zurückgreifen.



Die Sonne geht hinter dem rekonstruierten gewaltigen Grabhügel vor dem Museum "Keltenwelt" in Glauburg auf.

Keltisches Hessen 
aus: Videolexikon  
hr 18'32''

Das Videolexikon begibt sich auf die Spuren der Kelten in Hessen und richtet sein Augenmerk vor allem auf die Besonderheiten rund um den europaweit bedeutendsten keltischen Fund eines Fürstengrabes mit großflächiger Befestigungsanlage auf dem hessischen Glauberg.