Gäste des Festakts: Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier, Bundeskanzlerin Angela Merkel (beide CDU) und der südkoreanische Vereinigungsminister Hong Yong-Pyo (v.l).

Helmut Kohl und Michael Gorbatschow werden doch nicht am Festakt zu 25 Jahren Deutsche Einheit in Frankfurt teilnehmen. Zu den wichtigsten Gästen am Samstag in der Alten Oper gehören bekannte Gesichter aus der Politik - und ein Hoffnungsträger aus Asien.

In Frankfurt wird am Wochenende das 25-jährige Einheitsjubiläum gefeiert. Höhepunkt ist am Samstag, dem 3. Oktober und Jahrestag der Wiedervereinigung, ein Festakt mit reichlich Politprominenz in der Alten Oper.

Anders als zunächst erhofft werden der frühere sowjetische Staatspräsident und Friedensnobelpreisträger Michael Gorbatschow sowie Ex-Kanzler Helmut Kohl (CDU) nicht teilnehmen. Der 84 Jahre alte Gorbatschow habe wie zuvor bereits der 85 Jahre alte Kohl aus gesundheitlichen Gründen abgesagt, teilte die Hessische Staatskanzlei am Donnerstag mit. Auch der 91 Jahre alte frühere US-Präsident George Bush kommt nicht. Doch wer kommt?

Die wichtigsten Gäste des Festaktes, mit insgesamt rund 1.500 Teilnehmern:

  • Bundespräsident Joachim Gauck
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)
  • Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU)
  • Hessens Ministerpräsident und amtierender Bundesratspräsident Volker Bouffier (CDU)
  • Bundesverfassungsgerichtspräsident Andreas Voßkuhle
  • Ministerpräsidenten der meisten Bundesländer
  • Abgeordnete des Bundestags und der Länderparlamente
  • EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker
  • Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP)
  • 50 Bürgerrechtler aus der ehemaligen DDR, darunter Vera Lengsfeld, Marianne Birthler und Freya Klier
  • 30 Flüchtlinge (je zehn aus den Regierungsbezirken Darmstadt, Gießen und Kassel)

und

  • Südkoreas Vereinigungsminister Hong Yong-Pyo

Südkorea-Besuch Gaucks im Zeichen der Deutschen Einheit

Das Kommen des südkoreanischen Vereinigungsministers zum Festakt hat einen aktuellen Hintergrund: Bundespräsident Gauck besucht vom 10. bis 14. Oktober Südkorea. Die Visite steht im Zeichen von 25 Jahren Deutscher Einheit und 70 Jahren Teilung Koreas nach dem Zweiten Weltkrieg.

Das Vereinigungsministerium unter Hong Yong-Pyo will Annäherung und Öffnung zwischen Nord- und Südkorea vorantreiben. Der Konflikt zwischen den beiden verfeindeten Nationen hatte sich Anfang August erneut dramatisch hochgeschaukelt, nachdem zwei Soldaten aus Südkorea durch eine angeblich von Nordkorea platzierte Mine verstümmelt worden waren.

200 Veranstaltungen von Freitag bis Sonntag

In Frankfurt werden am Einheitswochenende bei 200 Veranstaltungen an zentralen Plätzen der Stadt mindestens eine Million Besucher erwartet. Große Teile der Innenstadt sind abgeriegelt, der Luftraum wird gesperrt. Die Frankfurter Polizei erwartet auch gewaltbereite Personen aus der linksextremen Szene zu den Einheitsfeiern.