Trude Simonsohn
Trude Simonsohn nach der Verleihung des Ehrenbürgerrechts der Stadt Frankfurt mit OB Peter Feldmann (16.10.2016) Bild © picture-alliance/dpa

Sie überlebte Auschwitz und spricht darüber: Die seit 60 Jahren in Frankfurt lebende Trude Simonsohn hat es sich zur Aufgabe gemacht, über die Nazi-Gräuel zu informieren, damit sie niemals vergessen werden können. Ein Kraftakt!

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Trude Simonsohn beim Besuch einer Ausstellung über Deportationen in Konzentrationslager in Frankfurt (Archivbild).

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Die Auschwitz-Überlebende Trude Simonsohn

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"Wenn dem Körper große Schmerzen zugefügt werden, reagiert er mit einer Ohnmacht. Auch eine Seele kann bewusstlos werden." So erklärt Trude Simonsohn, warum sie sich an vieles in Auschwitz nicht erinnern kann. Trotzdem und gerade deswegen berichtet die 1921 Geborene bei Veranstaltungen und Vorträgen immer wieder aus ihrem Leben, das sie zu einer Zeugin der grauenhaften Vorgänge in mehreren Konzentrationslagern machte.

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zum Download Manuskript: Die Auschwitz-Überlebende Trude Simonsohn

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Nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht in der Tschechoslowakei durfte Simonsohn als Jüdin keine Berufsausbildung mehr machen. Sie engagierte sich in der jüdischen Jugendarbeit und half bei der Auswanderung deutscher und tschechischer Juden nach Palästina. 1942 wurde sie nach dem Attentat auf Reinhard Heydrich des Hochverrats angeklagt, erst in Einzelhaft genommen und dann in verschiedene Konzentrationslager verschleppt. Im Oktober 1944 kam sie nach Auschwitz. Sie verlor ihren Vater im KZ Dachau, ihre Mutter in Auschwitz. Ihr eigenes Überleben verdankt sie einer Reihe von glücklichen Fügungen.  

Weitere Informationen

Buchtipp

"Noch ein Glück. Erinnerungen"
Trude Simonsohn
Wallstein-Verlag
April 2013
151 Seiten, 14,90 Euro
ISBN-10: 3835311875
ISBN-13: 978-3835311879

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Als Vorsitzende der jüdischen Gemeinde in Frankfurt warb sie um ein besseres Verständnis zwischen Juden und Nichtjuden. Besonders am Herzen liegt ihr die Jugendarbeit. Simonsohn hat ihr ereignisreiches Leben zusammen mit der Frankfurter Sozialwissenschaftlerin Elisabeth Abendroth aufgeschrieben: "Noch ein Glück", heißt es: Sich immer wieder der Erinnerung zu stellen, das ist ein ständiger Kraftakt.  

Sendung: hr-iNFO, 23.01.2015 07:35 Uhr