Zwei Menschen halten sich am 25.11.2017 in Genf (Schweiz) bei einer Demonstration gegen mutmaßliche Sklavenauktionen in Libyen an den Händen

Warum spricht man vom Schwarzafrikaner, aber nicht vom Weißeuropäer? Tatsächlich kennt die deutsche Sprache zahlreiche Fragwürdigkeiten dieser Art.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Von Weißeuropäern und Schwarzafrikanern - Diskriminierung durch Sprache

 Eine Schülerin der sechsten Klasse schreibt am 25.10.2016 in einem Klassenzimmer an einem Gymnasium in Straubing (Bayern) an einer Tafel das Wort "Deutsch".
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Wirtschaftsflüchtlinge, Asylanten, Sozialtouristen – sind das angemessene Bezeichnungen für Menschen? Und was steckt hinter: Humankapital, Menschenmaterial, Döner-Morden? Worte können beschönigen, verschleiern oder verwirren. Sprache prägt unser Leben, unser Miteinander – wie man etwas sagt, kann entscheidend dazu beitragen, ob jemand ausgegrenzt wird, oder nicht. Oft passiert das unbewusst, ungewollt, weil sich bestimmte Begriffe und sprachlicher Umgang im Alltag etabliert haben.

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Wie findet Diskriminierung durch Sprache statt - hr-iNFO Wissenswert hinterfragt bestimmte Begriffe und zeigt, dass es auch anders geht. Zu Wort kommen der Begründer der Aktion "Unwort des Jahres", Professor Horst-Dieter Schlosser, und die Neuen deutschen Medienmacher mit ihrem Leitfaden: Neue Begriffe für die Einwanderungsgesellschaft.  

Lesetipps:

Adibeli Nduka-Agwu, Antje Lann Hornscheidt (Hg.)
"Rassismus auf gut Deutsch"
Brandes & Apsel Verlag, Frankfurt
559 Seiten, 44 Euro
ISBN 978-3-86099-643-0

Susan Arndt, Nadja Ofuatey-Alazard (Hg.)
"Wie Rassismus aus Wörtern spricht"
Erben des Kolonialismus im Wissensarchiv deutsche Sprache. Ein kritisches Nachschlagewerk
Unrast Verlag, Münster
786 Seiten, 29,80 Euro
ISBN 978-3-89771-501-1