ARD-Aussprachedatenbank

Wie spricht man den Namen der Sängerin Maired Ni Mhaonaigh aus? Wie klingt der Name des Vulkans Eyjafjallajökull korrekt? Bei solchen Fragen hilft Radio- und Fernsehjournalist*innen seit 1997 die ARD-Aussprachedatenbank, eine ARD-Gemeinschaftseinrichtung unter Federführung des Hessischen Rundfunks in Frankfurt.

Mikrofon
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Hörfunk- und Fernsehjournalist*innen der ARD müssen im Jahr Tausende Eigennamen und Begriffe aussprechen, von denen oft nicht klar ist, wie sie richtig betont und ausgesprochen werden. Wie beispielsweise klingt der Name des  deutsch-türkischen Schriftstellers Feridun Zaimoglu korrekt oder der maltesische Ortsname Ta' Xbiex? Schnelle und jederzeit abrufbare Hilfe finden Journalist*innen in der vom hr geführten ARD-Aussprachedatenbank.

Die Datenbank steht rund um die Uhr allen ARD-Landesrundfunkanstalten zur Verfügung. Weitere Nutzer sind das Deutschlandradio und die Deutsche Welle, Arte, das ZDF, der Österreichische Rundfunk (ORF), das Schweizerische Radio und Fernsehen (SRF), der schweizerisch-rätoromanische Sender Radiotelevisiun Svizra Rumantscha (RTR) und in Italien der Sender RAI Südtirol.

400.000 fremdsprachige Eigennamen und Begriffe

Die ARD-Aussprachedatenbank umfasst etwa 400.000 programmbezogene Einträge (Stand: 18.08.2021), darunter fremdsprachige Eigennamen, Bezeichnungen und Begriffe aus den Bereichen Geografie, Kunst, Literatur, Meteorologie, Militär, Musik, Politik, Religion, Sport, Technik, Wirtschaft und Wissenschaft. Jedes Jahr kommen zwischen 13.000 und 15.000 neu erfasste Wörter hinzu. Sie lassen sich sekundenschnell online recherchieren. Alle relevanten Namen sind mit einer Ausspracheempfehlung im internationalen phonetischen Alphabet und in einer einfachen, leicht verständlichen deutscher Umschrift erläutert. Seit 1999 werden alle Einträge zudem mit Audiofiles im MP3-Format hinterlegt. Jeder Begriff wird zudem mit Quellen- und Herkunftsangaben belegt.

Für die Expert*innen der ARD-Aussprachedatenbank hat Aktualität oberste Priorität: Programmbegleitend durchsuchen sie laufend Agenturmeldungen und Nachrichten auf Namen und Begriffe und recherchieren deren Aussprache. Dies ist beispielsweise besonders wichtig bei Umwälzungen im Ausland mit neuen politischen Akteuren oder bei internationalen Sportereignissen. Ergänzend dazu recherchieren sie aktuelle Anfragen aus den Redaktionen der ARD: mittels persönlicher Selbstauskunft von Politiker*innen, Künstler*innen und anderen Personen des Zeitgeschehens sowie mithilfe von Ansprechpartner*innen bei Botschaften, Konsulaten, Kulturvereinen und wissenschaftlichen Einrichtungen weltweit. Ein besonderer Vorteil ist dabei der Informationsaustausch mit den ARD-Korrespondent*innen rund um den Globus.

Quelle: Hessischer Rundfunk