Wissen und mehr: Fontane Gedichtsband

Die Beiträge dieser Sendewoche skizzieren den Entstehungsprozess wichtiger Werke, und sie schildern die zeitgenössischen Umstände und persönlichen Erlebnisse der Autorinnen und Autoren, die besonderen Einfluss auf das jeweilige literarische Schaffen hatten.

Montag, 10.06.2024, 07:20 Uhr

Hermann Hesse bei der Lektüre in seinem Arbeitzimmer in Montagnola

Hermann Hesse
Der Weg zu sich selbst
SWR 28'59''

Hermann Hesse hat sein Werk wie kein anderer aus seinen eigenen Erfahrungen geschöpft. Seine Stationen zwischen Calw und Montagnola geben Einblicke in das Leben des Autors. In Montagnola, dem zum Villenvorort Luganos ausgewachsenen Bergdorf im Tessin, lebte Hesse über 40 Jahre lang. "Klingsors letzter Sommer" und "Siddhartha" entstanden hier. Hesses literarisches und poetisches Werk basiert auf seinen eigenen Beobachtungen - von den Krisen seiner Jugendjahre bis zur Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und dem Kalten Krieg. Die Lebensstationen sind auch eine Art Wegweiser zur inneren Entwicklung und zum Werk des Dichters.

Dienstag, 11.06.2024, 07:05 Uhr

Porträt Mark Twain

Mark Twains Deutschland
aus: Die große Literatour
WDR 15'02''

Der Blick auf Deutschland im Jahr 1878 ist ein Blick durch eine besondere Brille, nämlich durch die amerikanische von Samuel Langhorne Clemens alias Mark Twain. Aber Mark Twain wäre nicht Mark Twain, wenn sein Reisebericht von 1878 nicht noch den einen oder anderen satirischen Twist nimmt: Schon der Reisebegleiter Mister Harris ist eine bloße Erfindung, die Reise folgt keiner wirklich nachvollziehbaren Route, die meisten Erlebnisse sind ausgedacht und die groß angekündigte Wandertour wird wegen günstiger Zugverbindungen oder abenteuerlicher Floßfahrten aufgeschoben.

Joseph Roths Russland
aus: Die große Literatour
WDR 14'57''

Seine Romane zählen heute zur Weltliteratur: Joseph Roth - ein großer Erzähler und einer der besten Journalisten der Weimarer Zeit. Ein Meister der Beobachtung und Beschreibung. 1926 reist er mit einer großen Sehnsucht in die noch junge Sowjetunion. Mehrere Monate wird er unterwegs sein, Reportagen für die Frankfurter Zeitung schreiben und alle seine Illusionen über den Sowjetstaat verlieren.

Mittwoch, 12.06.2024, 07:05 Uhr

Porträt

Dichter dran!
Gotthold Ephraim Lessing, E.T.A. Hoffmann, Heinrich von Kleist
hr 29'56''

"Dichter dran!" erweckt in kurzen Filmen berühmte Autorinnen und Autoren zum Leben. Die Filme verdeutlichen, warum gerade diese Menschen und ihre Werke zum Kanon der großen Literatur gehören und bis heute in der Schule gelesen werden.
In dieser Folge: Gotthold Ephraim Lessing, E.T.A. Hoffmann, Heinrich von Kleist.

Donnerstag, 13.06.2024, 07:05 Uhr

Theodor Fontane

Dichter dran!
Georg Büchner, Theodor Fontane, Hermann Hesse
hr 29'54''

"Dichter dran!" erweckt in kurzen Filmen berühmte Autorinnen und Autoren zum Leben. Die Filme verdeutlichen, warum gerade diese Menschen und ihre Werke zum Kanon der großen Literatur gehören und bis heute in der Schule gelesen werden.
In dieser Folge: Georg Büchner, Theodor Fontane, Hermann Hesse.

Freitag, 14.06.2024, 07:05 Uhr

Brecht und das Berliner Ensemble
Mutter Courage
WDR 28'22''
zum Beitrag in der ARD Mediathek

Die Dokumentation konzentriert sich auf die Zeitspanne von 1948 bis 1956, die Zeit der Rückkehr Bertolt Brechts und Helene Weigels aus dem Exil zunächst in die Schweiz und von dort nach Ost-Berlin. In diesen wenigen Jahren wurde Bertolt Brecht der Dichter und Regisseur, der das Theater revolutioniert hat, nicht nur in Deutschland. Schon seine ersten Inszenierungen, unter anderem der "Mutter Courage", lösten begeisterten Zuspruch aus, erregten aber auch den Unmut der sozialistischen Kulturfunktionäre, die sein episches Theater ideologisch kritisierten. In Begegnungen mit Zeitzeug*innen geht Heinrich Breloer auf die Suche nach dem Menschen und Künstler Brecht. Die Schauspielerin Regine Lutz, die Regie-Assistent*innen B.K. Tragelehn, Peter Voigt, Charly Weber und Uta Birnbaum erinnern sich neben anderen Weggefährt*innen an die gemeinsame Arbeit auf der Bühne, an die intensive Atmosphäre der Proben, an Brecht als Regisseur und Lehrer, an ihr Theater als Insel im Spannungsfeld zwischen marxistischen Idealen und real existierender DDR, an Anfeindungen durch die Partei und an große Erfolge im Ausland. Mit der Ausbürgerung durch die Nationalsozialisten hatte Brecht seine Leserinnen und Leser, seine Zuschauerinnen und Zuschauer, seinen Namen und seinen Ruhm verloren. Mit der Rückkehr gelang es ihm, in wenigen Jahren viel vom dem, was ihm genommen war, zurückzugewinnen. Er konnte seine im Exil verfassten Dramen in eigenen Inszenierungen auf die Bühne bringen und damit in der kurzen Spanne von sieben Jahren die Spielweise der Theater weltweit revolutionieren.