Kinder und Jugendliche laufen auf eine Villa zu.

Ein Film über 72 jüdischen Kinder und Jugendliche, die im italienischen Nonantola Zuflucht vor den Nazis fanden, über das "Wirtschaftswunder", das eher ein Glücksfall war, und ein Film über "75 Jahre Frieden in Hessen", in dem Zeitzeug*innen die Enkelgeneration treffen.

Montag, 28.06.2021, 07:20 Uhr

Die Geschichte des Südwestens
6/7 Nationalsozialismus und Krieg
   
SWR 29'47''

Dienstag, 29.06.2021, 07:20 Uhr

Die Geschichte des Südwestens
7/7 Nachkriegszeit und Neuordnung
   
SWR 29'45''

Mittwoch, 30.06.2021, 07:20 Uhr

Die Kinder der Villa Emma: Eine wunderbare Rettung im Krieg    
WDR 29'02''  

Die Zahl ist kaum zu fassen: Zwei Millionen Kinder und Jugendliche fielen nationalsozialistischer Gewalt zum Opfer. Viele davon starben, weil die Bevölkerung nicht an ihrem Schicksal interessiert war. Wie es anders gehen konnte, zeigt der Film über die Rettung 72 jüdischer Flüchtlingskinder.

Kinder und Jugendliche auf der Flucht

Ihnen begegnete im italienischen Nonantola mutige Solidarität und menschliche Wärme. Im Film erinnern sich Dorfbewohner und beschreiben Überlebende ein "Paradies". Nur einem der Kinder, Salomon, konnte nicht geholfen werden…

Weitere Informationen

Zum ARD-Spielfilm "Die Kinder der Villa Emma"

Ende der weiteren Informationen

Donnerstag, 01.07.2021, 07:20 Uhr

Unser Wirtschaftswunder: Die wahre Geschichte
WDR 29'24''  

Im Zuge der Euro-Schuldenkrise geben wir Deutschen gern und ungefragt gute Ratschläge: Wirtschaftskrisen sind im Grunde selbstverschuldet und können durch eiserne Disziplin behoben werden.
Wir kennen uns aus: Schließlich haben die Deutschen, zumindest im Westen, nach dem Weltkrieg geradezu aus eigener Kraft ein Wirtschaftswunder geschafft - vor allem durch ihren unermüdlichen Fleiß, unterstützt von Ludwig Erhard, dem Marshall-Plan und der Währungsreform.

Ludwig Erhard, ehemaliger Bundeskanzler, CDU-Vorsitzender und "Vater des Wirtschaftswunders".

Stimmt das eigentlich? Christoph Weber hat sich auf die Suche gemacht und dem ebenso beliebten wie hartnäckigen Gründungsmythos auf den Zahn gefühlt. Mit Hilfe renommierter Wirtschaftshistoriker entdeckt er etwas anderes: Natürlich arbeiteten die Menschen in Deutschland emsig, aber das taten sie in anderen Ländern auch - übrigens auch sehr erfolgreich. Dass daraus für die Bundesrepublik ein "Wunder" wurde, hat mit anderen Faktoren zu tun, die die Deutschen zum größten Teil nicht einmal beeinflussen konnten.
Es geht um amerikanische Weichenstellungen, um den extrem förderlichen Einfluss des Antikommunismus und des Korea-Krieges, um ökonomische und personelle Kontinuitäten in der deutschen Industrie zwischen Krieg und Nachkrieg und vieles mehr. Am Ende der spannenden Reise wird klar, dass kaum einer der beliebten Glaubenssätze der wissenschaftlichen Überprüfung standhält und dass der rasante wirtschaftliche Aufstieg der Bundesrepublik zwar ein großer Glücksfall, aber alles andere als ein Wunder war.

Freitag, 02.07.2021, 07:20 Uhr

1945 und ich: 75 Jahre Frieden in Hessen     
hr 30'00''

1945 war der Krieg endlich vorbei, doch der Neuanfang im Frieden alles andere als leicht: Ausgangssperre, Trümmerleben und immer noch Hunger. Welche Ängste, Träume, Hoffnungen bestimmten das Leben in Hessen? Die davon noch erzählen können, waren damals Kinder. Wie unterscheidet sich ihre Lebenswirklichkeit von der heutiger Kinder und Jugendlicher? Was wissen die Jungen noch vom Krieg? Von den Großeltern?
Viele Nächte durchlebte die 14-Jährige Ilse Brillof im Luftschutzkeller: „Ich habe meinen Kopf in den Schoß meiner Mutter gelegt und die hat laut geschrien.“ Fritz Neuschäfer wurde kurz vor Kriegsende noch Soldat: „Wenn du dich nicht meldest, stellen sie dich an die Wand - das musst du mit 16 Jahren erst 'mal verkraften.“ Walter Hofferbert war 23, als er in russische Gefangenschaft geriet. Er träumt noch heute davon: „Was ein Stück Brot wert ist, erlebt man erst, wenn man so lange gehungert hat.“
Im Film treffen einige der letzten Zeitzeug*innen und die Enkelgeneration aufeinander. Gerade erlebe unser Land die schlimmste Krise seit dem Zweiten Weltkrieg, heißt es. Lernen wir jetzt neu zu schätzen, was uns lange selbstverständlich war: 75 Jahre Frieden.

Videobeitrag

Video

zum hr-fernsehen.de Video 1945 und ich - 75 Jahre Frieden in Hessen

1945 und Ich - 75 Jahre Frieden in Hessen
Ende des Videobeitrags