Doku „Der Star-Anwalt: Christian Schertz und die Medien“ in der ARD Mediathek und in Das Erste

Christian Schertz ist der bekannteste und gefürchtetste Medienanwalt Deutschlands. In seiner Kanzlei „Schertz Bergmann“ am Berliner Ku‘damm sind die ganz großen Namen Mandanten: Sänger, Schauspielerinnen, Spitzenpolitiker, manchmal sogar Hollywood-Stars. „Der Star-Anwalt: Christian Schertz und die Medien“ von hr, ARD Kultur, rbb und MDR ist ab Sonntag, 12. Mai, in der ARD Mediathek und auf ardkultur.de zu sehen. Das Erste zeigt die 60-minütige Doku am Montag, 13. Mai, 22:50 Uhr.

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ARD-Mediatheks-Doku "Der Star-Anwalt: Christian Schertz und die Medien" Bild © hr/Till Brönner/Imago/Adobe Stock
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Christian Schertz wird von vielen prominenten Menschen geliebt. Und von manch anderen gehasst: Zum Beispiel dafür, dass er 2023 mit seinem Kollegen Simon Bergmann den RAMMSTEIN-Sänger Till Lindemann als Mandanten übernahm. In großen Artikeln ging es um ein „Casting-System“, das dem weltbekannten Rockstar junge Frauen für Sex zuführen sollte. Die Berichterstattung insinuierte, die Frauen wären durch KO-Tropfen und Alkohol gefügig gemacht worden und es hätte Sex stattgefunden, der nicht einvernehmlich war. Die Kanzlei ist gegen diese Vorwürfe erfolgreich gerichtlich vorgegangen. Strafrechtlich gilt Lindemann heute als unschuldig, die Ermittlungen sind eingestellt. Doch noch immer beschäftigt der Fall deutsche Gerichte: Waren die Beiträge zulässige investigative Verdachtsberichterstattung oder wurde hier ein Mann medial an den Pranger gestellt ohne hinreichende Beweise? Die Prozesse führt sein Freund und Kollege Simon Bergmann, aber Christian Schertz hat zu dem Fall eine klare Meinung: Für ihn wurde Till Lindemann vorverurteilt. Schertz macht eine „mediale Empörungsgesellschaft“ aus, die ihre Stars bei jeder Verfehlung büßen sehen will.

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Anwalt Christian Schertz

Christian Schertz
Christian Schertz Bild © hr/Till Brönner
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Wegen des Lindemann-Falls wurden Christian Schertz und sein Sozius als „Täteranwälte“ beschimpft. Aber mit Drohungen und Bedrohungen kennen sie sich aus. So war Schertz der Anwalt von Jan Böhmermann, als dieser vom türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan wegen einer „Schmähkritik“ verklagt wurde. Der Fall löste in Deutschland eine Staatskrise aus, zeitweise standen der Satiriker und die Kanzlei unter Polizeischutz. Am Ende schrieben Christian Schertz und Jan Böhmermann Rechtsgeschichte. Was öffentlich weniger bekannt ist: Schertz war auch derjenige, der den ersten großen #MeToo-Fall in Deutschland ans Licht brachte. 

In der Dokumentation „Der Star-Anwalt: Christian Schertz und die Medien“ kommen Gegner, aber auch Wegbegleiter wie Günther Jauch, Benjamin von Stuckrad-Barre oder Giovanni di Lorenzo zu Wort. Ein Film über einen Anwalt, der immer wieder im Kreuzfeuer politischer und medialer Skandale steht. Ein Film über einen Mann, der von sich selbst sagt, er versuche „immer auf der richtigen Seite zu stehen”. Ein Film von Nora Binder über Recht, Moral, Medien und mächtige Männer. Die Redaktion lag in den Händen von David Gern und Simon Broll.

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„Der Star-Anwalt: Christian Schertz und die Medien“ von hr, ARD Kultur, rbb und MDR ist ab Sonntag, 12. Mai, in der ARD Mediathek und auf ardkultur.de zu sehen. Das Erste zeigt die 60-minütige Doku am Montag, 13. Mai, 22:50 Uhr. Der rbb sendet „Der Star-Anwalt“ am Mittwoch, 22. Mai, 20:15 Uhr.

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Pressereferentin
Janina Schmid

Telefon: +49 (0)69 155-4498
E-Mail: janina.schmid@hr.de

Quelle: Hessischer Rundfunk