Königin Silvia von Schweden mit einigen der Preisträgerinnen des Childhood Award 2019 vor dem Schloss Heidelberg

Seit 20 Jahren kümmert sich die schwedische Königin Silvia intensiv um benachteiligte Kinder mit der "World Childhood Foundation", die sie damals gegründet hat. Nun hat sie in Heidelberg ein Redaktionsteam des Hessischen Rundfunks mit dem Childhood Award 2019 für ein multimediales Themenspecial ausgezeichnet, das sich intensiv mit den Folgen von Kindesmisshandlung befasst.

Hoher Besuch in Heidelberg: Königin Silvia von Schweden hat am Donnerstag ihre Heimatstadt besucht und ein Kinderhaus eingeweiht, in dem Kinder und Jugendliche Hilfe bekommen, wenn sie Opfer oder Zeugen von Gewalt geworden sind. Damit verbunden war die Auszeichnung eines elfköpfigen hr-Redaktionsteams für die multimediale Berichterstattung "Opfer ohne Stimme – Wie wir unsere Kinder vor Gewalt schützen."

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Das große hr-iNFO-Online-Dossier "Gewalt gegen Kinder – Folgen und Auswege" ist hier abrufbar. Die Fernsehdokumentation "Wenn Eltern ihre Kinder misshandeln"  wiederholt das hr-fernsehen am Donnerstag, 19. September, um 23:15 Uhr.

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Den Preis übergab die Schirmherrin und Gründerin des Childhood-Vereins an drei Vertreterinnen des Teams persönlich. "Sie haben mit Ihrem sorgfältig recherchierten Beitrag wertvolle Aufklärung zum Thema Kindesmisshandlung geleistet. Ich danke Ihnen für Ihren Mut, dieses häufig noch verschwiegene Tabuthema so ehrlich und offen aufbereitet zu haben", würdigte die schwedische Königin die Arbeit der hr-Teams.

Die Laudatio hielt Floria Landgräfin von Hessen: "Der Hessische Rundfunk hat mit einem bemerkenswerten Multimedia-Projekt Kindesmisshandlung in Deutschland aus der Dunkelheit ans Licht geholt und gefragt, warum es eigentlich so schwierig ist, diese schlimmsten aller Taten zu entdecken und vor allem, zu verhindern."

"Opfer ohne Stimme": große Resonanz

Im Mai 2018 hatte das Team von hr-iNFO und hr-fernsehen mit einem Radioschwerpunkt und dem ARD-weit ausgestrahlten Film "Wenn Eltern ihre Kinder misshandeln" für ein großes Echo in Politik und Fachwelt sowie beim Publikum gesorgt. Flankiert von einer Studie der Hochschule Koblenz zeigten die Autor*innen auf: Viele Jugendämter in Deutschland sind für den Kampf gegen Kindesmisshandlung unzureichend gerüstet. Die Gründe: zu viele Fälle, zu wenig Personal und eine unzureichende Ausstattung. Was das für betroffene Kinder und Familien bedeutet, wurde auch im bereits preisgekrönten Online-Special von hr-iNFO "Gewalt gegen Kinder – Folgen und Auswege" aufgezeigt.

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hr-iNFO-Rechercheprojekt: „Opfer ohne Stimme – wie wir unsere Kinder vor Gewalt schützen“
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