Mehr Ahle Wurscht mit Schokolade
Heiße Produktion: Während Moderator Andreas Gehrke das Feuer löscht, drehen Mark Hammerl (Ton) und Johannes Guttenhöfer (Kamera) für "herkules". Bild © hr

Ab Dienstag, 20. März, läuft "herkules", das Entdeckermagazin aus Nord- und Osthessen, um 20:15 Uhr im hr-fernsehen. Was ist neu und warum sollten auch Südhessen einschalten? Moderator und Redaktionsleiter Andreas Gehrke klärt auf.

Am 20. März läuft "herkules" erstmals zur Primetime um 20:15 Uhr. Was ändert sich noch am Konzept des Heimatmagazins?

Andreas Gehrke: Wir gehen in die Verlängerung. Statt der gewohnten halben Stunde haben wir jetzt 45 Minuten Zeit, Menschen und Geschichten aus unserer Region vorzustellen.

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Das waren bisher eine oder zwei starke Geschichten pro Sendung, am "herkules"-Dienstagabend treffen wir drei Protagonisten an verschiedenen Orten zu einem Oberthema – am 20. März ist das "Tradition im Trend". Dieses Thema wollen wir unseren Zuschauern erlebbar machen und tauchen dafür in die Lebenswelt unserer Protagonisten ein. Das heißt, ich stelle nicht einfach nur Fragen und beobachte, sondern bin mittendrin und versuche so zu arbeiten wie unsere Protagonisten. Ich gehe also wirklich mit Atemschutzgerät ins 800 Grad heiße Feuer oder liege bei Minusgraden und Schneeregen im Schuttberg, um mich von Rettungshunden finden zu lassen.

Was hat der Zuschauer davon, wenn Sie auf einer Straußenfarm anheuern?

Andreas Gehrke: Indem ich mich als Laie den Aufgaben und Situationen stelle, die unsere Protagonisten täglich meistern, kann ich authentisch vermitteln, wie es riecht, schmeckt, sich anfühlt. Manchmal komme ich auch an meine persönlichen Grenzen. Die Zuschauer erleben so hautnah, was unsere Protagonisten wirklich können und leisten. Und bei dem Dreh auf der Straußenfarm habe ich zum Bespiel gelernt, wie gefährlich Strauße werden können und was es für eine Kraftanstrengung ist, Straußenfarmer zu sein. Im Übrigen ist dieser Job auch sehr viel aufregender als man zunächst annimmt.

Wenn Sie immer mittendrin sind, müssen Sie oft improvisieren. Wird "herkules" auch anders als andere Formate produziert?

Andreas Gehrke: Aus der Not, günstig produzieren zu müssen, haben wir eine Tugend gemacht: Das meiste am Drehort ergibt sich spontan und aus der Situation heraus. Es gibt keine vorformulierten Moderationstexte oder etwa Regieanweisungen. Dadurch vergessen die Protagonisten meistens, dass die Kamera überhaupt dabei ist und wir erreichen so eine ganz starke Authentizität.

"herkules" ist die Heimatsendung für Nord- und Osthessen. Wieso sollte ein Südhesse einschalten?

Andreas Gehrke: Für jeden, der an Entdeckungen und Abenteuern interessiert ist, kann "herkules" spannend sein. Wir gehen auf unseren Reisen zwar in die Orte in diesen Regionen, erzählen die Geschichten aber so, dass sie für ganz Hessen interessant sind. Und darüber hinaus: Wir haben sogar Fans in Kanada und der Schweiz, die uns regelmäßig gucken. Das liegt auch an den kreativen Themen: In der ersten Sendung erkunden wir trendige Ideen im traditionellen Handwerk und zeigen etwa, wie aus Ahler Wurscht und Schokolade eine neue, süß-herzhafte Kreation entsteht. In der zweiten Sendung geht es um tierische Traumjobs, da besuchen wir eine richtige Cowboyranch in Eschwege. Und in der dritten Folge geht es um mutige Hessen, wir trainieren dann unter anderem mit einer Rettungshundestaffel, die Menschen aus Erdbebengebieten rettet.