Eine hr-Mitarbeiterin verteilt Flyer vor dem hr-Treff
hr-Mitarbeiterin im Einsatz auf dem Hessentag Bild © hr/Ben Knabe

Was machen eigentlich die hr-Mitarbeiter auf dem Hessentag? Zehn Tage lang lud der Hessische Rundfunk (hr) zu insgesamt rund 80 Veranstaltungen und Programmpunkten nach Korbach ein. Wir haben einen Blick hinter die Kulissen geworfen.

Noch bis zum 3. Juni können Hessentagsbesucher von mittags bis in die Nacht Fernsehshows, Konzerte, Diskussionen, Partys und einen chilligen Beachclub erleben – das alles bei freiem Eintritt. Im Mittelpunkt steht dabei das Hessentags-Areal des Hessischen Rundfunks, der "hr-Treff" im Stadtpark.

Drei Fragen an Silke Wetzel, Sanda Bonrad und Ilse Hammerschmidt

Silke Wetzel, Sanda Bonrad und Ilse Hammerschmidt
Silke Wetzel, Sanda Bonrad und Ilse Hammerschmidt, Garderobe und Kostüm (von links nach rechts) Bild © hr/Johanna Pfaab

Wie lange gehören Sie dem Hessentags-Team schon an?

Ilse Hammerschmidt: Ich bin insgesamt zum sechsten Mal dabei, dazwischen gab es aber auch Pausen.

Silke Wetzel: Ich bin zum zweiten Mal auf dem Hessentag dabei. Ich freue mich sehr, in diesem Jahr wieder dabei zu sein, denn das letzte Mal ist 16 Jahre her.

Inwiefern hat sich der Hessentag in Ihren Augen verändert?

Silke Wetzel: Der Hessentag hat sich in meinen Augen sehr entwickelt. Er ist nicht mehr so volkstümlich wie früher. Diese Entwicklung ist aber normal und an die heutige Zeit angepasst. Die Arbeitsweisen sind auch angenehmer geworden. Ein klimatisiertes Zelt hatten wir beispielsweise früher nicht.

Ilse Hammerschmidt:  Ja, das stimmt. Ich persönlich finde das Beach-Ambiente toll. Das ist ein schöner neuer Treffpunkt. Auch das Arrangement mit den Foodtrucks gefällt mir dieses Jahr besonders gut.

Was ist auf dem Hessentag die größte Herausforderung?

Ilse Hammerschmidt: Das stressige an unserer Arbeit ist, dass es so viele Sendungen kurz hintereinander sind und wir schnell umschalten müssen. Die Vorbereitungen sind sehr zeitaufwändig und dazu oft kurzfristig, das ist die größte Herausforderung an unserer Arbeit.

Silke Wetzel: Eine weitere Herausforderung hatten wir auch am Sonntag bei den Dreharbeiten zum "Dollen Dorf". Die T-Shirts der Kandidaten waren mit Namen und Nummern beklebt, diese wurden dann aber während der Spiele nass und sind abgefallen. Da es eine Live-Sendung war, mussten wir schnell reagieren und haben dann alles mit Toupet-Kleber wieder festgemacht. Das war ein stressiger Moment, aber das ist ja auch das tolle an Live-Sendungen!

Drei Fragen an Udo Stärz

Udo Stärz, lichtgestaltender Kameramann
Udo Stärz, lichtgestaltender Kameramann Bild © hr/Johanna Pfaab

Was ist Ihre Aufgabe auf dem Hessentag?

Udo Stärz: Ich bin lichtgestaltender Kameramann. Für mich ist es der elfte Hessentag in Folge.

Ist Ihnen ein Erlebnis auf dem Hessentag noch besonders präsent?

Udo Stärz: Mein schönstes Erlebnis war, als wir auf dem Hessentag in Herborn das erste Mal unser neues und heute auch aktuelles Bühnenbild benutzt haben. Vor drei Jahren ist das Bühnenbild für den Hessentag in sehr enger Zusammenarbeit mit dem Bereich Set-Design, der Lichttechnik und dem Bereich Kamera neu entstanden. Wir konnten uns in unserer Kreativität voll entfalten und somit das Produkt mit unserem Lichtdesign optimal unterstützen.

Das klingt nach viel Organisationsarbeit?

Udo Stärz: Das ist auch das Schöne an meiner Arbeit: Bei mir laufen sehr viele Fäden zusammen, und ich kann kreativ arbeiten. Die Kunst ist es, die verschiedenen Gewerke zusammenzuführen. Aber das ist hier auf dem Hessentag großartig, da alle Leute vor Ort gemeinsam an einem Produkt zusammenarbeiten.

Drei Fragen an Nikola Hermann und Anja Hehrlein

Nikola Hermann (links) und Anja Hehrlein, Gästebetreuung (Künstler)
Nikola Hermann (links) und Anja Hehrlein, Gästebetreuung (Künstler) Bild © hr/Johanna Pfaab

Was ist für Sie das Besondere am Hessentag?

Anja Hehrlein: Das Besondere am Hessentag ist die Zusammenkunft der Kollegen, aber auch der Künstler. Der Hessentag fühlt sich immer ein bisschen wie ein Familientreffen an. Viele der Künstler waren bereits in den vergangenen Jahren dabei, und das schafft eine angenehme und lockere Arbeitsatmosphäre.

Kann es auch mal stressig werden?

Nikola Hermann: Stressig kann es bei unserer Arbeit natürlich auch werden, beispielsweise wenn ein Künstler kurz vor dem Auftritt verschwindet und nicht Bescheid gibt. Dann geht mein Puls schon mal kurz in die Höhe. Dafür ist es abends umso schöner, wenn die Veranstaltung gut gelaufen ist und die Anspannung langsam abfällt.

Ist Ihnen ein Künstler besonders positiv in Erinnerung geblieben?

Nikola Hermann: Alle Künstler, mit denen ich bisher Kontakt hatte, waren sehr freundlich und unkompliziert, da kann ich niemanden explizit nennen.

Anja Hehrlein: Ja, in Erinnerung geblieben ist mir allerdings Johannes Oerding. Wir saßen nach seinem Auftritt noch in einer gemütlichen Runde zusammen, und er war sehr spontan und locker.

Nikola Hermann: Das hatte wirklich etwas von Familientreffen. Ich freue mich auch immer besonders, wenn mich Künstler wiedererkennen, obwohl ich ja erst zum zweiten Mal dabei bin.

Drei Fragen an Senta Hinze

Senta Hinze, Volontärin Aufnahmeleitung
Senta Hinze, Volontärin Aufnahmeleitung Bild © hr/Johanna Pfaab

Was sind Ihre Aufgaben auf dem Hessentag?

Senta Hinze: Ich mache ein Volontariat als Aufnahmeleiterin und befinde mich im ersten Jahr. Es ist deshalb auch mein erster Hessentag. Meine Einsätze sind überwiegend am Beach, wo ich für die Sendungen "Hallo Hessen" und "Alle Wetter!" zuständig bin.

Wie gefällt Ihnen der "hr-Beachclub"?

Senta Hinze: Der Beach ist super, denn er bietet viele verschiedene Möglichkeiten, um auf Wünsche von der Regie oder den Redaktionen einzugehen.

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit besonders?

Senta Hinze: Ich mag diese positive Anspannung, die kurz vor der Live-Sendung entsteht. Das ist aufregend: Steht jedes Gewerk an seinem Platz? Klappen die Übergänge zwischen den Live-Schalten? Spannend war es auch am vergangenen Montag, als im Anschluss eine Sondersendung von "Alle Wetter!" neu reingekommen ist. Da galt es noch einmal, alle Kräfte zu mobilisieren.

Drei Fragen an Constanze Angermann

Constanze Angermann
Moderiert den Hessentags-Umzug: Constanze Angermann Bild © hr/Tim Wegner

Was verbinden Sie mit dem Hessentag?

Constanze Angermann: Der Hessentag ist bunt, laut, spannend – das geballte Hessen. Ich habe auch immer das Gefühl, dass alle Hessen dort sind. Von überall kommen die Menschen zum Hessentag, und es gibt auch richtige Hessentag-Fans, die man jedes Jahr wieder trifft. Der Hessentag ist aber auch jedes Jahr ein bisschen anders, weil der Ort, wo er stattfindet, eben auch den Hessentag prägt. Jedes Mal gibt es andere Initiativen und neue Ideen. Der Hessentag zeigt mir immer, was es Besonderes in Hessen gibt.

Wie würden Sie die Atmosphäre während des Hessentags beschreiben?

Constanze Angermann: Der Hessentag ist ein einziges fröhliches Fest. Ich freue mich immer unheimlich, so viele Leute zu treffen, die uns kennen und die wir dann auch selbst kennen lernen dürfen. Da bin ich richtig aufgeregt, wenn ich zum Hessentag fahre, weil er jedes Mal eine Entdeckung ist. Was hat er mit der Hessentags-Stadt gemacht? Wie sind die Leute dort? Es ist den ganzen Tag spannend, aufregend, aber auch anstrengend, dort zu sein, trotzdem macht es riesigen Spaß!

Sie moderieren seit vielen Jahren den Hessentags-Umzug. Was reizt Sie nach wie vor an dieser Aufgabe?

Constanze Angermann: Der Festzug ist das Sahnehäubchen obendrauf. Denn da kommen dann lauter Leute hin, die genauso gespannt und aufgeregt sind wie wir. Sie zeigen den Zuschauern tolle Sachen und erzählen unheimlich viel über sich und damit über verschiedene Gegenden Hessens und was die Leute da machen.