Land in Sicht

"Wie wollen wir leben?" – das ist die Kernfrage der ARD-Themenwoche. Und immer mehr Menschen beantworten sie so: auf dem Land. Die Corona-Pandemie dürfte diesen Trend noch verstärken. Deshalb heißt es vom 15. bis 21. November im Programm des hr: "Land in Sicht – wie wollen wir leben?".

Seit Beginn der Corona-Pandemie arbeiten immer mehr Menschen von zuhause und kommunizieren digital statt ins Büro zu pendeln. Sie shoppen nicht mehr in der Stadt, sondern online und erholen sich eher in der naturnahen Umgebung als in fernen Ländern. Inwieweit verstärkt sich in der aktuellen Lage der Trend aufs Land, den das Bundesinstitut für Bevölkerungsentwicklung feststellt? Demnach gewinnt der ländliche Raum in Hessen seit 2014 an Bevölkerung, während die Städte leichte "Wanderungsverluste" verzeichnen.

Eine Woche lang rückt "Land in Sicht" täglich jeweils einen zentralen Aspekt unseres Alltags in den Fokus. Wie sieht es aus mit der digitalen Infrastruktur, ermöglicht sie moderne Produktionsprozesse und ortsunabhängiges Arbeiten? Welche Angebote gibt es für junge Menschen, damit sie eine Zukunft auf dem Land sehen? Was nehmen Menschen auf dem Land selbst in die Hand?

Die umfassende crossmediale Recherche "Land in Sicht – wie wollen wir leben?" bietet Nachrichten, Faktenpakete, Geschichten und Hintergründe in Hörfunk, Fernsehen, Online und Social Media. Die Themen reichen von der Smart-City im ländlichen Raum über ein 'ausgezeichnetes' Festival im Odenwald bis zum Dorf im digitalen Dornröschenschlaf – unter anderem in einer "hessenreporter"-Ausgabe, einer siebenteiligen "hessenschau"-Serie und mit vielen Berichten, Interviews und Hintergründen im Hörfunk.

Homeoffice, Pendlerströme, Wohnungsmarkt

Um Homeoffice, Pendlerströme und die Auswirkungen der Pandemie auf den Büro- und Wohnungsmarkt geht es zum Auftakt der ARD-Themenwoche am Sonntagabend, 15. November, im hr-fernsehen. Im direkten Gespräch mit Betroffenen und auf Basis aktueller Zahlen des Bundesinstitutes für Bevölkerungsentwicklung hat Daniel Hoh für eine "hessenreporter"-Ausgabe recherchiert, wie grundlegend sich der Alltag für viele Angestellte seit Beginn der Pandemie verändert hat. Unternehmen reagieren mit der Reduktion von Büroflächen, jetzt ist Hard- und Software für die nahtlose mobile Zusammenarbeit gefragter denn je. Die "hessenschau" hat im Odenwald-Dörfchen Wallbach naturverbundene Neubürger und im Schwalm-Eder-Kreis das Netzwerk "Homeberger.de" besucht.

Umfrage bei über 200 Kommunen

Ein zentraler Bestandteil der "Land in Sicht"-Recherche ist eine aktuelle Befragung von über 200 Kommunen, die im September und Oktober vom hr durchgeführt wurde. Einige Erkenntnisse sind besorgniserregend: So konnten im ländlichen Raum bereits "rund ein Drittel der Kommunen ihren Aufgaben durch die Pandemie nicht mehr vollständig nachkommen", und mehr als jede*r zweite Bürgermeister*in befürchtet sogar, dass auch mittelfristig an Investitionen gespart werden muss. Auch in Sachen Kultur, Mobilität, Breitband-Internet und altersgerechtem Wohnraum leide der ländliche Raum an Mangelerscheinungen. Insgesamt hat die hr-Umfrage jedoch ergeben, dass hessischen Stadtoberhäupter eher zuversichtlich in die Zukunft blicken. Die Ergebnisse der Umfrage finden sich ab Sonntag in einem Online-Dossier bei hr-inforadio.de.

Weitere Informationen

"Land in Sicht" im hr-fernsehen, Hörfunk und Online – eine Auswahl:

hr-iNFO Wissenswert "Land in Sicht?"
(Samstag, 14. November, 11:35 Uhr, hr-iNFO)
Wohnraum-Knappheit in der Stadt, Leerstand auf dem Land: Jens Borchers hat recherchiert, warum Ballungsräume und ländliche Regionen zusammenarbeiten müssen.

Wie läuft's? Homeoffice, Pendlerströme, Wohnungsmarkt
(Sonntag, 15.November, 18:30 Uhr, hr-fernsehen)
Reportage von Daniel Hoh

Wie wollen wir leben – Raus aufs Land!
(täglich von Sonntag, 15. bis 22. November, jeweils um 19:30, hr-fernsehen)
Die hessenschau-Serie nimmt jeden Tag einen relevanten Aspekt des Landlebens in den Fokus: Digitalisierung, Jugend, Mobilität, Ernährung, Klima und Tourismus.

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ARD-Themenwoche

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