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zum Video Interview mit Daniel Mauke zu "Wer seid ihr? Ein Tag hinter Hessens Türen"

Reporter Daniel Mauke vor einem Bauernhof

Für 24 Stunden bei einer Familie in Hessen einziehen und ihren Alltag hautnah erleben: Das ist das Konzept der neuen Sendung "Wer seid ihr? Ein Tag hinter Hessens Türen", zu sehen am Dienstag, 2. Oktober, um 20:15 Uhr im hr-fernsehen. Daniel Mauke erzählt im Interview, wie er den Tag als Reporter bei Familie Bauer/Herrmann in Lollar erlebt hat.

hr.de: Die Sendung lebt davon, dass Sie möglichst wenig über die Gastgeber wissen. Mit welchen Infos haben Sie sich auf den Weg zum Dreh gemacht?

Daniel Mauke: Mit gar keinen. Ich wusste wirklich überhaupt nichts über die Gastgeber: Was sie machen, wer sie sind, was sie innerhalb dieser 24 Stunden vorhaben. Ich habe nur kurz vorher erfahren, dass es nach Lollar geht. Dort habe ich mich mit dem Team getroffen, und wir sind zusammen zu der Familie gefahren.

Daniel Mauke mit Jacqueline Herrmann

Als Reporter recherchieren Sie ja eigentlich vor einem Dreh und versuchen, möglichst viel zu wissen. Wie war der Rollenwechsel für Sie?

Mauke: Völlig ungewohnt. Man will sich vorbereiten, aber es geht nicht – das war sehr interessant. Man muss sich als Reporter davon verabschieden, dass man – wie normalerweise – die Fäden in der Hand hat. Das war nicht unbedingt einfach. Aber wenn man umdenkt und nur das Ziel hat, die Familie kennenzulernen und sich auf die Situationen einzulassen, ist es toll!

Welche Stärken hat das Format?

Mauke: Es ist authentisch. Man hat als Reporter denselben Kenntnisstand wie die Zuschauer zu Hause: Man weiß nichts, entdeckt alles neu und lässt sich von dem leiten, was passiert. Die Fragen, die man stellt, folgen keiner Dramaturgie, sondern entstehen aus den Gesprächen.

Wie war der Tag bei Ihren Gastgebern?

Die Familie Herrmann-Bauer hat sich auf dem Kirchberg bei Lollar ein Wohnidyll geschaffen.

Mauke: Die 24 Stunden waren wahnsinnig spannend. Es prasseln erst mal ganz viele Eindrücke auf einen ein. Die Familie lebt an einem malerischen Fleckchen in Lollar: ein verwunschener Hof neben der Kirche, das alte Pfarrhaus, daneben eine toll ausgebaute Scheune. Da fragt man sich erst mal: Was hat das hier alles für eine Geschichte, und welche Geschichten haben die Menschen zu erzählen? Innerhalb der 24 Stunden habe ich dann alle Familienmitglieder kennenlernen dürfen und mit jedem von ihnen Zeit verbracht. Aber wir haben natürlich nicht nur geredet: Die Familie ist sehr aktiv und hat viel zu tun – ich durfte überall dabei sein.

Peter Herrmann, Daniel Mauke, Prof. Dr. Heinz Bauer, Hannes Bauer und Jacqueline Herrmann.

Was hat Sie am meisten beeindruckt?

Mauke: Die Familiengeschichte hat viel mit Neuanfang zu tun. Zum Beispiel hat Jacqueline Herrmann ihren Job als erfolgreiche Software-Entwicklerin wegen einer Depression an den Nagel gehängt und ihr Leben umgekrempelt. Jetzt betreibt sie dort auf dem Hof ein schönes, kleines Cafe, näht ausgefallene Kleider und verkauft Stoffe. Ich glaube, sie ist wesentlich glücklicher als vorher. Beeindruckt hat mich dabei, wie offen die Familie mich empfangen hat, und wie sehr sich alle geöffnet haben. In diesen 24 Stunden bin ich der Familie viel näher gekommen, als ich erwartet hätte.

Könnten Sie sich vorstellen, bei so einer Sendung ebenfalls als Gastgeber mitzumachen?

Das kleine Geschäft rund um Handarbeit und Kurzwaren "Hilde braucht Stoff".

Mauke: Klar! Es ist nicht nur für den Reporter eine besondere Erfahrung, sondern auch für die Gastgeber-Familie. Es ist ein Abenteuer: Ein Fremder kommt zwar nach Hause, aber es entstehen tolle Begegnungen, an die wir sicher alle noch lange denken werden.

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Das erwartet Sie in der ersten Folge

Eine eiserne Konfirmation, ein Konzert mit Katharina Franck, Frontfrau der Band Rainbirds, oder eine spontane Feuershow – Daniel Mauke erwartet bei Familie Bauer/Herrmann in Lollar ein ereignisreicher Tag. Schon die Wohnsituation der Familie ist mehr als außergewöhnlich. Die beiden Generationen wohnen auf dem Kirchberg in Lollar – ein verwunschenes Ensemble mit einer alten Kirche, einer zum Wohnhaus umgebauten Scheune und dem ehemaligen Pfarrhaus. Mit viel Engagement ist der Kirchberg durch die Familie zu einer kleinen Oase geworden.
Jacqueline Herrmann betreibt hier ein kleines Geschäft mit Handarbeit und Kurzwaren, ihr Mann Peter ist Musiker und veranstaltet im Sommer regelmäßig Konzerte im Innenhof. Unterstützt werden beide von Jacqueline Herrmanns Vater, dem früheren Präsidenten der Justus Liebig Universität in Gießen, Prof. Dr. Heinz Bauer.

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