Die "hallo hessen"-Moderatoren
Die "Hallo Hessen"-Moderatoren: Selma Üsük, Jens Kölker und Andrea Ballschuh Bild © hr

Was bewegt Hessen heute? Diese Frage beantwortet "Hallo Hessen" gleich zu Beginn jeder Sendung – gemeinsam mit den Online-Kolleginnen und -Kollegen von hessenschau.de. Das Live-Gespräch ist locker und unkompliziert – genau wie die crossmediale Zusammenarbeit.

"Am Anfang stand die Frage: Wie bekommen wir die Tagesaktualität in die Sendung, nachdem die 16-Uhr-Ausgabe von "hessenschau kompakt" nicht mehr ausgestrahlt wurde", erklärt "Hallo Hessen"-Chefin Andrea Petzold. Die Lösung war schnell gefunden: ein "Kollegengespräch" mit hessenschau.de. "Wir haben es einfach angepackt, ohne Vorbehalte", so Petzold weiter. Die crossmediale Zusammenarbeit wurde schnell und reibungslos umgesetzt: Schon nach zwei Vorgesprächen stand das Konzept für den gemeinsamen Nachrichtenblock: Seit November startet das Nachmittagsmagazin im hr-fernsehen mit dem Live-Newstalk.

Gut drei Minuten lang gibt ein Kollege von hessenschau.de einen Überblick über die wichtigsten Nachrichten in Hessen – und darüber, wie diese in den Sozialen Netzwerken diskutiert werden. Das Format vertieft auch ernste und traurige Themen, bleibt aber "plauschig" und ungezwungen. Bei aktuellen Entwicklungen greift der Moderator das Thema im Verlauf der Sendung wieder auf und zeigt es auf dem Tablet, wie beispielsweise die Räumung des Kasseler Rathauses im März.

Aktuelle, relevante und gesprächswertige Themen

Porträt Wolfgang Jeck
Wolfgang Jeck, Leiter hessenschau.de Bild © hr

"Ich war sofort begeistert von der Idee und habe in der Redaktion gefragt, wer Lust darauf hat", sagt Wolfgang Jeck, Leiter hessenschau.de, "es basiert auf Freiwilligkeit, ohne zusätzliches Honorar. Anders hätten wir es gar nicht stemmen können." Ganz wichtig für beide Redaktionen: Das Kollegengespräch kostet weder in der Vorbereitung noch in der Umsetzung viel Zeit und wird in den bestehenden Schichten realisiert.

"Mit großer Selbstverständlichkeit ist das "Hallo Hessen"-Team davon ausgegangen, dass wir unsere Kompetenz in der Hessenaktualität auch im Fernsehen zeigen können, das hat mir gut gefallen", so Wolfgang Jeck weiter. Auch das Nachrichtenverständnis war von Beginn an ähnlich – die Themen müssen aktuell, relevant und gesprächswertig sein und die Mischung muss stimmen.

Für die Online-Kollegen war es am Anfang ein Herausforderung: Was ziehe ich an? Wie viel Zeit sind eigentlich drei Minuten? Und wie bleibt man ruhig, wenn auch mal Tiere im Studio Unruhe stiften? Die Routine kommt dann aber nach und das crossmediale Kollegengespräch gehört inzwischen zum festen Bestandteil von „Hallo Hessen“.