Der Frankfurter Stadtwald leidet, Dürre- und Überschwemmungskatastrophen nehmen zu, Flamingos am Bodensee, Insekten, die nicht in unser Klima gehören, und der Streit um die Windkraft - Themen in "Wissen und mehr".

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"Teacher's Snack" gibt in lockerer Folge erste Tipps und Anregungen für den Einsatz von Filmen im Unterricht.

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Montag, 06.09.2021, 07:20 Uhr

SOS Stadtwald
Ein Film von Silke Klose-Klatte      
hr 29'30''

Das Szenario ist katastrophal: Frankfurt ohne Stadtwald. Er reguliert das Klima und sorgt für frische Luft. Doch Hitze und Trockenheit machen ihm extrem zu schaffen. Was kann man tun? erlebnis hessen spricht mit Förster*innen und einer Wissenschaftlerin, die in der Ansiedlung von mediterranen Eichen eine Zukunft sieht.

Videobeitrag

Video

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Ein Förster im zerstörten Stadtwald.
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Dienstag, 07.09.2021, 07:20 Uhr

Klimawandel im Südwesten: Die Natur      
SWR 29'35''

Flamingos am Bodensee, neue Zeckenarten im Schwarzwald oder Lavendelanbau an der Mosel: Der Klimawandel ist schon im Südwesten Deutschlands angekommen. Axel Wagner, Wissenschaftsjournalist und Biologe, geht auf die Suche nach Gewinnern und Verlierern der Erderwärmung. Welche Pflanzen und Tiere leiden unter den Veränderungen und welche können davon profitieren?

Lavendel

Südeuropäische Insekten wandern zu uns ein, Stechmückenplagen könnten mehrmals im Jahr auftreten und es wäre sogar denkbar, dass sich am Bodensee eines Tages Flamingos ansiedeln. Andere Arten verschwinden dagegen, wie der Zitronenzeisig und die Ringdrossel.
Der Schneemangel im Winter ist problematisch für viele Tiere der Bergregionen und liefert bei der Schneeschmelze zu wenig Wasser für Bäche und Flüsse. Viele Fischarten kommen mit hohen Wassertemperaturen in Flüssen und Seen nicht zurecht. Der Film zeigt auch, wie sich immer längere Trockenperioden auf den Grundwasserpegel auswirken, was wiederum Probleme für Wälder und Wiesen mit sich bringt.

Mittwoch, 08.09.2021, 07:20 Uhr

Erde in Not: Was sagt der Weltklimareport?
1/2 System Erde    
WDR 28'16''  

Ob zu viel oder zu wenig Regen vom Himmel fällt: Dürre und Überschwemmungen stellen viele Regionen der Welt vor große Herausforderungen. Öko-Kreisläufe wie die tropischen Regenwälder, in denen Leben in großer Vielfalt entsteht und vergeht, drohen durch Austrocknung oder Waldverlust zum Stillstand zu kommen. Und die großen Ozeane versauern durch die Aufnahme von Kohlendioxid so stark, dass die Nahrungskette vieler Lebewesen gestört wird und der Fischreichtum sinkt.

Mondlandschaft wo mal Regenwald war, Borneo in Indonesien

Solche Veränderungen werden vor allem durch den Menschen ausgelöst und laufen inzwischen fast zehnmal schneller ab als in den vergangenen 50 Millionen Jahren der Erdgeschichte. Doch so rapide können sich viele Ökosysteme nicht anpassen. "In zehn Jahren müssten wir unsere Wirtschaft schon viel radikaler umbauen", sagt Professor Chris Fields vom Weltklimarat, "in zwanzig Jahren müssten wir den Notfall ausrufen."

Donnerstag, 09.09.2021, 07:20 Uhr

Erde in Not: Was sagt der Weltklimareport?
2/2 Faktor Mensch    
WDR 28'29''

Der Mensch ist auf eine Welt angewiesen, in der das Gleichgewicht im Ökosystem stimmt. Wenn es zu viel oder zu wenig regnet, kann das der Landwirtschaft schaden. Steigende Temperaturen machen ebenfalls Schwierigkeiten: Getreidesorten wie Mais oder Reis werfen im heißen Klima weniger Ertrag ab, was durch Erforschung neuer Sorten ausgeglichen werden muss.

Trockenheit Edersee

Auch auf die Gesundheit haben steigende Temperaturen Einfluss, etwa durch Ausbreitung von virentragenden Mücken. Austausch von Wissen und internationale Forschungskooperation können helfen, die Folgen in den Griff zu bekommen.
Viele Forscher fordern heute, auf regenerative, klimafreundlichere Energiegewinnung umzusteigen. Und der Weltklimarat setzt ganz auf die jungen Menschen in einer zusammenrückenden Welt: "Die Jugend hat die Möglichkeit, die Grenzen von Politik oder Rasse oder anderen Faktoren einfach zu überschreiten. Wenn sie sich zusammentun und eine weltweite Kampagne starten, würde die ganze Menschheit ihnen zuhören."

Freitag, 10.09.2021, 07:20 Uhr

Windkraft: Fluch oder Segen?      
WDR 28'52''

Kaum ein Thema ist so umstritten wie der Ausbau der Windenergie. Wo Windräder errichtet werden, fürchten Anwohner oftmals um ihre Gesundheit und die Natur. Sie fühlen sich verraten und betrogen, denn Politiker würden angeblich mit Investoren und Landbesitzern gemeinsame Sache machen. Die Folge: Genehmigungsverfahren für neue Windräder verschleppen sich jahrelang, und neue Bauflächen zu finden, gestaltet sich immer schwieriger. Die Energiewende hin zu einer klimafreundlichen Stromversorgung gerät in Gefahr.

Windkraft adé?

Doch was ist dran an den Vorwürfen der Windkraftgegner, die die Gesundheit der Anwohner durch Infraschall und Schatten bedroht sehen? Und wie stichhaltig sind die Klagen von Naturschützern, die Windkraftanlagen als ‚Vogelschredder‘ bezeichnen?
Der Film nimmt die Sorgen der Anwohner von Windparks ernst und will herausfinden, welche Behauptungen stimmen und welche nicht. Aber vor allem: Gibt es mögliche Lösungen, die die Sorgen der Bürger und den Naturschutz ebenso ernst nehmen wie die Notwendigkeit einer klimafreundlichen Energieversorgung?