Dokus

Wie sieht es aus mit der Demokratie in Ost- und Westdeutschland? Was bedeutet direkte Demokratie und was können Bewegungen von unten ausrichten? Themen in "Wissen und mehr" in dieser Woche.

Montag, 04.10.2021, 07:20 Uhr

Mauerjahre: Leben im geteilten Berlin
6/6 1986 - 1990
RBB, 29'31"

Für die Menschen in Ost und West gehört die Mauer in den 1980er Jahren bereits zum Alltag. Kaum jemand glaubt, dass sie jemals verschwinden würde.

Mauerbau durch Berlin in den 60ern

Doch es kommt anders. Im Ostberlin formieren sich immer mehr oppositionelle Gruppen, es gibt Proteste gegen das politische Regime. Am 9. November 1989 erlaubt die SED allen DDR-Bürgen ungehindert in den Westen zu reisen – die Mauer fällt, Berlin ist wieder eine Stadt. Es ist der Anfang vom Ende der DDR. Wenig später ist Deutschland wieder vereint.
Die Sendereihe dokumentiert den Alltag der Menschen in Berlin - Ost und West - von den Monaten vor dem Mauerbau 1961 bis zur Wiedervereinigung Deutschlands 1990. Sie erzählt, was damals bewegte.

Dienstag, 05.10.2021, 07:20 Uhr

Ost und West - Gefährden regionale Unterschiede die Demokratie?
aus: Respekt      
BR 27'51''

"Ostdeutschland hat ein Nazi-Problem." "Der Osten ist wirtschaftlich abgehängt." Auch drei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung gibt es viele Vorurteile. Gefährden regionale Ungleichheiten das friedliche Miteinander? „Die Ossis und ihr Nazi-Problem“ titelt provozierend die Deutsche Welle im Mai 2017; „Ostdeutschland: Der Stolz der Verlierer“ überschreibt Zeit Online einen Artikel, in dem zu erklären versucht wird, warum Nationalismus in Ost- und Westdeutschland über Jahrzehnte unterschiedlich gelernt wurde und welche Auswirkungen das bei heute hat. Ostdeutschland und Westdeutschland – wird diese regionale Unterscheidung fast 30 Jahre nach der Wiedervereinigung den real vorhandenen regionalen Unterscheiden gerecht? RESPEKT Moderator Sebastian Leidecker geht dieser Frage auf den Grund.

 

Mittwoch, 06.10.2021, 07:20 Uhr

Deutschboden
WDR 29'36''

Der Schriftsteller und Journalist Moritz von Uslar hat einen naheliegenden und doch spektakulären Schritt getan: raus aus der Großstadt, rein in den Alltag einer ostdeutschen Kleinstadt.

Porträt

Drei Monate hat er in Zehdenick verbracht und mit "Deutschboden" eine große Gegenwartserzählung geschrieben. Nah dran an der Tristesse und Eintönigkeit der Kleinstadt, durchdringt er die Ost-Klischees Arbeitslosigkeit, Abwanderung und latenten Rechtsradikalismus – das, was die Bundesrepublik 20 Jahre nach dem Mauerfall immer noch beschäftigt. Der Alltag junger Männer, die vielleicht keine großartige Zukunft haben, aber einen ziemlich guten Humor.
Der Film ist eine Mentalitätsgeschichte, eine teilnehmende Beobachtung, eine große Gegenwartsgeschichte, die Deutschland 20 Jahre nach der Wiedervereinigung zum Teil drastisch, aber immer liebevoll und völlig anders als je zuvor beschreibt.

Donnerstag, 07.10.2021, 07:20 Uhr

Wenn die DDR ins Klassenzimmer kommt  
hr 14'27''  

Die DDR im Unterricht ist ein Pflichtthema an vielen Schulen. Aber ein geteiltes Deutschland ist für Schüler von heute so weit weg wie der Dreißigjährige Krieg. Wie also sich der Geschichte des geteilten Deutschlands nähern?

Dokus

Einige Schülerinnen und Schüler aus Hessen sind ungewöhnliche und kreative Wege gegangen und haben sich einfach die DDR ins Klassenzimmer geholt - so die Schüler der Kirchbergschule aus Herborn. Um ein Leben am Todesstreifen besser zu verstehen, haben sie die Mauer aus Schuhkartons nachgebaut, darin eingelassen: Modelle der Unterdrückung - vom Stasigefängnis bis zur Grenzanlage.
Neu-Anspacher Schüler von der Adolf-Reichwein-Schule hingegen wollten durch ein Rollenspiel erfahren, wie der Alltag einer Schulklasse in der DDR aussah. Eine unmögliche, aber reale Liebesgeschichte zwischen Ost und West haben Schüler der August-Bebel-Gesamtschule aus Wetzlar nachgespielt. Das Drehbuch dazu lieferte ihnen Tatjana Sterneberg, die den Schülern ihre tragische Geschichte erzählte.
Und die Schülerinnen und Schüler der Adam-von-Trott-Schule aus Sontra haben den musikalischen Teil der DDR erkundet. Um herauszufinden, wie er war, der typische Sound der DDR, haben sie Interviews geführt und selbst alte Songs gecovert.

Direkte Demokratie: Chance oder Gefahr für die Demoratie?
aus: Respekt
BR 14'00''

Das Bienen-Volksbegehren ist ein aktuelles Beispiel für direkte Demokratie: Wähler ergreifen die Initiative bei politischen Diskussionen. Am Ende kann ein neues Gesetz stehen. Was sagen Befürworter und Gegner von Volksentscheiden? In der RESPEKT-Reportage trifft Verena Hampl Befürworter und Gegner der direkten Demokratie. Sie begleitet die Initiatoren des neuen Volksbegehrens gegen den Pflegenotstands in Bayern. Sie besucht Menschen, bei denen der Brexit negative Folgen auf ihr Leben hatte – obwohl sie hier in Bayern leben. Und sie macht einen kleinen Selbsttest um herauszufinden, welche Vor-und Nachteile Volksentscheide haben können.

Freitag, 08.10.2021, 07:20 Uhr

Bewegung von unten - neue Formen der Demokratie
aus: Respekt      
BR 28'05''

Ansehen und Attraktivität politischer Parteien sind auf einem Tiefstand. Eine Folge: Politikverdrossenheit. Stellt sich die Frage: Wie mitmischen in der Demokratie? Wir zeigen, wie politische Mitbestimmung funktionieren kann.