Regionalreportern Lisa Geßner, im Hintergrund der Limburger Dom
Lisa Geßner Bild © Stadt Limburg/hr

hr-Regionalreporterin Lisa Geßner kennt sich aus: Sie ist im Landkreis Limburg-Weilburg geboren und aufgewachsen. Seit 2014 berichtet sie für den hr vor Ort. Ihre ganz persönlichen Tipps für einen Bummel in und um Limburg beginnt sie bei einem geläuterten Ritter auf der "Plötze" in der Altstadt.

Den "Säuferbrunnen" entdecken

"Säuferbrunnen in Limburg
"Säuferbrunnen": Friedrich von Hattstein war ein gefürchteter Raubritter, bekannt für seinen gewaltigen Durst. Bild © dpa/Alfons Rath

Friedrich von Hattstein war ein gefürchteter Raubritter im 14. Jahrhundert – bis die cleveren Limburger ihn zum Stadthauptmann machten. Von nun an sorgte er für Recht und Ordnung statt für Furcht und Schrecken. Auf der Plötze erinnert der "Säuferbrunnen" an ihn – Friedrich von Hattstein war auch bekannt für seine Kraft und seinen gewaltigen Durst.

Im Schatten des Doms ausruhen

Domfriedhof in Limburg
Der Domfriedhof beeindruckt mit jahrhundertealten Gräbern von bedeutenden Limburger Familien. Bild © hr/Lisa Geßner

Am Limburger Dom führt keine Stadttour vorbei – der hatte es ja sogar auf die Rückseite des 1.000-DM-Scheins geschafft. Neben Dom und Bischofshaus findet sich auf dem Domberg aber noch eine weitere Sehenswürdigkeit: der Domfriedhof. Er beeindruckt mit jahrhundertealten Gräbern von bedeutenden Limburger Familien, einem etwas verwilderten und morbiden Charme und vor allem durch eine Bank, von der aus man einen fantastischen Blick auf die Lahn hat. Eine wahre Ruheoase und unbedingt einen Besuch wert!

Im Industriedenkmal shoppen

Shoppingpassage "WERKStadt": Luftaufnahme
Einkaufen im Industriedenkmal: die Shoppingpassage "WERKStadt" Bild © WERKStadt Limburg

Bis 1972 wurden hier Dampflokomotiven gewartet, heute kann man in dem alten Bahnausbesserungswerk flanieren und einkaufen. Die Shoppingpassage "WERKStadt" lebt vom Charme der restaurierten Industriehallen. Übrigens: Auf einem der Parkplätze kann ein imposanter Spitzbunker bestaunt werden, zumindest von außen. Er bot im Zweiten Weltkrieg 500 Werksmitarbeitern Schutz vor Luftangriffen. Der zuckerhutförmige Betonbunker wird auch "Winkel-Bunker" genannt, weil der Architekt Leo Winkel diese eigenwillige Konstruktion erfunden hat.

Entlang der Lahn zur Basilika spazieren

Lahn mit Ausflugsschiff, im Hintergrund die Lubentius-Basilika im Stadtteil Dietkirchen.
Die romanische Perle thront hoch auf einem Felsen: Lubentius-Basilika im Stadtteil Dietkirchen Bild © dpa/Arne Dedert

Etwas außerhalb des mittelalterlichen Stadtkerns liegt noch eine weitere Kirchenschönheit: die Lubentius-Basilika im Stadtteil Dietkirchen. Die romanische Perle thront hoch auf einem Felsen, unter ihr wachsen Reben, aus denen Wein für die Heilige Messe in kleinen Mengen gekeltert wird. Die Besichtigung lässt sich gut mit einer Wanderung an der Lahn entlang verbinden – die drei Kilometer von Limburg nach Dietkirchen sind bei fast jedem Wetter machbar.